Saint Malo – das Freibeuternest

Die Fahrt vom St. Michel nach Malo war kurz.

Allerdings standen wir direkt vor der Brücke mit dem Gezeitenkraftwerk im Stau.

Den Campingplatz Port Blanc haben wir schnell gefunden. Dort haben wir einen schönen Terassenplatz mit Blick aufs Meer. Direkt gegenüber steht schon ein anderer Hobby, auch aus Deutschland.

Mit Petra & Frank kommen wir schnell in Kontakt und zack ist der Nachmittag „verplauscht“.

Leider ziehen die beiden schon am nächsten Tag weiter. Sie erzählen so begeistert von ihrem neuen CP, dass Hermann schaut, ob dort auch für uns im Anschluss noch etwas frei ist. Tatsächlich bekommen wir einen Platz für 3 Nächte und verabreden uns mit den beiden für die nächste Woche.

Saint Malo, Stadt der Freibeuter

Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug nach St.Malo und sehen uns auf dem Rückweg die tollen Villen in Dinard an.

Belle Epoque Villen in Dinard

Am nächsten Morgen starten wir entspannt in Richtung Cap Frehel. Dort machen wir einen wunderbaren Spaziergang mit wieder einmal tollen Eindrücken.

Am Cap Frehel

Auf dem Rückweg schauen wir uns noch Fort La Latte an. Allerdings nur aus der Ferne, weil Ulla mit ihren kaputten Knien den steilen und rutschigen Weg nicht laufen kann.

Fort la Latte

Abends wird schon mal alles abreisefertig gemacht. Wir wollen nach Plouézec.

Bilder dieser Tage seht Ihr hier:  Saint Malo, Dinard und Cap Frehel

Le Grand Large

Wir fahren weiter an die westliche Küste der Normandie. Quasi in Sichtweite der Kanalinseln Guernsey und Jersey haben wir einen Stellplatz bis Pfingstmontag.

Der Name „Le Grand Large“ bedeutet „das offene Meer“.

Le Grand Large in Les Pieus

Das ist ein 5 Sterne Platz mit Hallenbad und Außenpool. Und direktem Zugang zum Strand.

Über Pfingsten compléte ausgebucht. Vor allem Familien und Freundesgruppen sind hier unterwegs.

Der schöne lange Strand

Unsere große Überraschung: obwohl sämtliche Stellplätze und einige Chalets belegt sind, herrscht überall eine entspannte, ruhige und freundliche Atmosphäre.

Keine Party, kein Kindergekreische – einfach nur fröhliche Stimmung.

Baguette/Croissant Service obligatorisch. Allerdings muss Hermann das Brot selbst abholen. Und für die Nutzung der Pools müssen wir ihm ein Badehöschen kaufen. Vorschrift in Frankreich. Surfershorts sind nicht erlaubt.

Die Pools sind beheizt.

Wir genießen die Ruhe, machen Ausflüge an der Küste entlang, zum Cap le Hague und nach Cherbourg.

Cap le Hague

Als wir Pfingstmontag weiterziehen sollen/müssen fällt uns das außerordentlich schwer.

Selten haben wir uns dermaßen wohlgefühlt wie hier. Wir kommen bestimmt nochmal wieder.

A bientot, au revoir!

Fotos dieser Woche findet ihr hier. Das offene Meer

Hurra – vive la France, wir kommen.

Am 10. Mai starten wir tatsächlich Richtung Westen.

Über Belgien und dann Amiens geht’s erstmal in die Normandie.

Es ist Himmelfahrt und tatsächlich sind die Campingplätze ausgebucht. Nach einiger Hin-und Herfahrerei finden wir doch noch ein Plätzchen. Das sichern wir uns gleich für eine Woche.

Großeinkauf bretonischer Produkte

Der Campingplatz ist neu. Es gibt einen Baguette Service bis an die Wowi Tür. Trés charmant. Auch ansonsten fühlen wir uns ganz wohl, ein bissel wie Gott in Frankreich.

Nur Toilettenpapier und WC-Sitze hätte le dieu den Franzmännern mal zeigen können. Das ist in der Tat gewöhnungsbedürftig so auf der nackten Schüssel zu hocken.

Jeden Tag machen wir Ausflüge. Es stimmt, was man so sagt: hier erlebst du an einem Tag alle 4 Jahreszeiten. Und wir unsere erste schwere Hagelnacht im Wowi. Alles heil geblieben.

Uns gefällt die normannische Landschaft

Die Menschen sind so unsagbar freundlich zu uns. Wir versuchen, möglichst viel en Francąis zu sprechen. Natürlich outen wir uns damit sofort als Deutsche. Aber egal, ob es richtig klingt oder nicht: wir ernten immer ein freundliches Lächeln. Und es macht uns inzwischen richtig Spaß zu ‚parlieren‘.

Typische Fassade der Normandie

Mitte der Woche melden wir uns per Email auf dem nächsten CP an. Die Reservierung wird bestätigt und wir sind bis Pfingstmontag save.

Bilder der ersten Tage in der Normandie findet ihr hier: Normandie

2026 – eine neue Saison beginnt

Hallo alle zusammen.

Wir hoffen Ihr habt das neue Jahr gesund begonnen. Wir hatten zunächst einen tollen Start, dann hat uns ein Wasserschaden im Haus ausgebremst. Das hat Nerven gekostet, das kann ich euch sagen.

Als das wichtigste geregelt war, sind wir für ein paar Tage geflüchtet. An die Elbe nach Gartow.

Ein schöner, sehr ruhiger CP und Ort. So richtig zum „Runterfahren“.

Einiges von unserem neuen Equipment getestet und für gut befunden

Unser neues Luft-Vorzelt

Nun freuen wir uns auf unsere nächste Reise.

Vielleicht klappt es dieses Jahr mit der Bretagne.

Gute Fahrt und eine schöne Zeit euch Allen.

👋👋👋😃

Fotos seht ihr hier Gartow

Dresden  – Elbflorenz

Eigentlich sind wir schon längst wieder zu Hause. Aber wir sind bisher nicht dazu gekommen, von unserer kleinen Reise ins Elbsandsteingebirge zu berichten.

Am 6. Oktober sind wir gestartet. Mit Verspätung, weil der Kuga zickig war und nicht anspringen wollte. Gegen einen ehemaligen Berufskraftfahrer hat der natürlich keine Chance.

Die WetterApp machte uns Hoffnung auf zumindest trockene Tage. Die Hoffnung stirbt ja immer zuletzt  – aber sie stirbt 😐

Irgendwann gegen Mittag hatten wir den alten Grenzübergang in Marienborn erreicht. Sowas weckt dann schon gruselige Erinnerungen.

Alter Wachturm

Am späten Nachmittag erreichten wir dann unseren CP in Pirna.

Dieser CP wird von den örtlichen Stadtwerken betrieben

Nachdem sehr freundlichen Checkin sind wir erstmal gemütlich auf unseren Platz gezuckelt und haben NIX gemacht, außer den Abend zu genießen.

In der Nacht setzte Regen ein. Zwischenzeitlich dachte ich, wir sind in Norwegen 😉

Am nächsten Tag haben wir in aller Ruhe unsere kleinen Winterzelte aufgebaut, welche wir bis dato noch nie ausprobiert hatten.

Sogar einen „Fahrradschuppen“ haben wir jetzt

Mittwoch haben wir uns Pirna angesehen und dort den weltbesten Eierschegge gegessen. In einem gemütlichen alten Café mit historischer Deckenmalerei.

Am nächsten Tag haben wir das Schloss Pillnitz besichtigt. Dies ist vor allem wegen seinem berühmten Schlosspark bekannt. Dort hat der Fürscht seine botanische Sammelleidenschaft ausgelebt.

Schloss Pillnitz von der Elbseite

Während unseres Spaziergangs hatten wir Glück: solange blieb es trocken. Anschließend hat der beste Ähämann der Welt mir noch eine kleine Stadtrundfahrt durch den Dresdener Stadtteil Blasewitz gegönnt. Das ist der, wo die teuren Elbvillen stehen.

Nettes Domizil

Freitag morgen sind wir mit den Öffis nach Dresden gefahren. Das ist von unserem CP aus sehr komfortabel eingerichtet.

Beim Checkin gibt es direkt für jeden eine sogenannte Gästekarte, mit der sich die Öffis weitgehend kostenlos nutzen lassen. Bushaltestelle ist quasi direkt vorm CP.

Der bekommt von uns übrigens eine klare Empfehlung. Sehr sauber und gepflegt, großzügigige Stellplätze. Geschotterte Wege, sodass man trotz Dauerregen nicht im Matsch versinkt. Ruhige Lage direkt an einem See.

Strompauschale wird erhoben, aber sonst ist alles inklusive.

Hunde erlaubt, aber Leinenpflicht. Baden im See ist den Vierbeinern verboten.

Freitag also Dresden. Das mit den Öffis ist im nasskalten Herbst keine gute Idee: Viren/Bakterien Zuchtanstalt

Ansonsten: diese alte Metropole ist wunderschön. Es gibt so vieles, was man nur ehrfürchtig bewundern kann. Und mit den zerstörten Bildern aus dem Krieg im Kopf kann man gar nicht fassen, wie schön alles wieder aufgebaut wurde.

Dresdner Ensemble

Außerdem habe ich gelernt: Dresden ist die Schokoladen Hauptstadt Europas gewesen. Hier wurde die erste Tafel erfunden und nicht in der Schweiz. Um seine Hofdamen zu verwöhnen sorgte August der Starke dafür, dass es in der ganzen Stadt Cafés gab, in denen die Damen edlen Geblüts ihre Trinkschokolade schlürfen konnten.

Diese Tradition gibt es auch heute noch. Auch in moderner Form: nämlich als Schokoeis.

Und: sie macht süchtig!😋😍

Nachdem wir Freitag Abend wieder zurück im Wowi waren, war klar: Ulla hatte sich eine umfassende Erkältung eingefangen. Samstag war also Bettruhe mit TV angesagt.

Sonntag ging es einigermaßen, weshalb wir uns dann Meißen und sein berühmtes Porzellan angeschaut haben. Gott sei Dank haben wir eine Haftpflichtversicherung.

Bei den Preisen, die ein einfacher Kaffeebecher kostet, bist du sonst bettelarm wenn du mal stolperst.

Nach dem Besuch im Porzellanmuseum sind wir noch oben in der Altstadt gewesen. Dort in der Albrechts Burg war die erste Porzellanmanufaktur eingerichtet.

Albrechts Burg und Dom in Meißen

Montag hatten wir dann endlich den versprochenen Sonnentag.

Also sind wir rauf gefahren zur Bastei. Ein Aussichtspunkt im Elbsandsteingebirge.

Grandioser Ausblick

Da auch 1000 andere Touristen auf diese Idee kamen, sind wir schnell wieder weg. Das Wetter wollten wir nutzen, um uns Dresden weiter anzusehen.

Zuerst waren wir im schönsten Milchladen der Welt: Pfunds Molkerei.

Dieser Laden wurde nie zerstört und ist im Original erhalten

Dort schwelgten wir bei leckerem Buttermilch- Mango Smoothie und konnten uns nicht satt sehen an den alten handbemalten Fliesen.

Nachdem wir uns mit Schoki und handgeschöpfter Milchseife versorgt hatten, wollten wir uns noch die sprichwörtliche Straßen Art in der Neustadt ansehen.

Auf dem Weg hat mein privater Reiseleiter dann gezielt die Brücke angesteuert, von der aus man das bekannte Dresden Panorama fotografieren kann.

Straßenkunst

Anschließend hat er mich in ein schnuckeliges Restaurant eingeladen, dass sich seit Jahren gegen die umgrenzenden Hochhäuser verteidigt.

In dieser kleinen Oase mitten in der Stadt gab es eine Schweinshaxe vom Feinsten. Die war sooo lecker und groß, dass wir zwei uns von dem eingepacktem „Rest“ noch zweimal lecker Frühstück davon machen konnten.

Am Mittwoch sind wir dann wieder nach Hause. Weder beim Wetter noch bei Ulla war Aussicht auf weitere Besserung.

Aber eines ist klar: dieses war nicht unser letzter Besuch hier. Das wird auf jeden Fall wiederholt.

Unsere Wowi Saison ist für dieses Jahr beendet.

Bleibt gesund und munter. Habt einen schönen Jahresausklang. Vielleicht sehen wir uns bald mal wieder 🥰👋👋👋

Unsere Eindrücke lassen sich fotografisch hier nachvollziehen: Elbflorenz

Das war es dann

Unser Aufenthalt auf dem nicht sehr komfortablen CP direkt an den Dünen in Dierhagen-Ost ist seit heute zu Ende.

Nach schwierigem Start ging es holprig weiter und endete heute mit einem sich noch gerade unter Kontrolle gehaltenen H(B)Männchen.

Dieser Platz sieht uns nicht wieder und wird von uns auch nicht weiterempfohlen.

Wir sind nun auf dem Weg nach Hause.

👋👋👋 Trotzdem ist die Gegend an der Ostseeküste wunderschön und eine Reise wert. 😊

Ein paar Bilder vom Darß findet ihr hier.

Rerik, an der Steilküste

Am Freitag in der letzten Woche sind wir zu unserem neuen CP gefahren. Wir haben nicht geahnt, dass es so ein riesiger Platz ist.

Zum Teil stehen die Wohnwagen direkt an der Kante

Mit Sauna, Wellness, Sportbereich, Strandbar, Kleinem Supermarkt, Physiotherapie, einem italienischen Restaurant und mehreren Sanitäranlagen vom Feinstem.

Unser Stellplatz ist ein Komfortplatz: direkter Wasser/Strom/Abwasseranschluss. Muss Hermann weniger laufen. Kostet natürlich auch, aber verglichen mit norwegischen Preisen völlig in Ordnung 😇

Auch wenn wir nicht in der ersten Reihe stehen, können wir von unserem Wowi direkt aufs Meer schauen. Der Platz ist gut voll, wenn auch nicht ausgebucht.

Nomen est Omen:
Ostsee Camp Seeblick

Am späten Nachmittag reist eine Gruppe Pick-Up Besitzer an. Die Prollis wollen hier Geburtstag feiern. Unsere Befürchtung, die Nacht wird laut, erfüllt sich zum Glück nicht.

Wir chillen, genießen unseren Campingflow und den Blick aufs Wasser.

Zwischendurch werfen wir eine Waschmaschine an. Unser neuer Wäscheturm nimmt bei geringer Grundfläche die ganze Ladung auf. 👍

Lässt sich super zusammenklappen

Montag fahren wir nach Heiligendamm. Schauen uns den Strand an und gönnen uns ein leckeres Fischbrötchen. In Kühlungsborn flanieren wir bis zum Riesenrad.

Ein schöner alter Badeort mit entsprechender Architektur. Und wie immer an den Hotspots:

Zuviele Menschen, zuviele Dubbels. Wir machen uns vom Acker. Auf dem Rückweg kaufen wir noch etwas ein. Landschaftlich erinnert uns die Gegend an Südschweden.

Wie in der Provinz Skåne

Mit Omnia Deckel und Pizzastein wird der Grill zum Backofen.

Abends machen wir uns eine Pizza. Lecker. Die Salami musste eh weg. Und statt 15 Euro pro Person im Restaurant auszugeben, sind wir einschließlich Lieblingswein für 2 Euro/Person satt geworden.

Läuft 😃

Mittwoch: ganz Deutschland ächzt unter einer Hitzewelle. Hier sollen es heute 35 Grad werden.

Aber es ist schon erträglich hier. Hermann möchte nochmal ans Salzhaff.

Same Procedure as everywhere: einfach zu voll! Die kleine Halbinsel am Haff war früher militärisches Sperrgebiet. Heute Naturschutz und für die Öffentlichkeit immer noch gesperrt.

In Rerik versorgen wir uns mit frischen Erdbeeren und zurück geht’s auf den CP. Badesachen an. Aber nicht zum Schwimmen. Strand ist etwas eklig hier.

Abends nochmal den Grill anwerfen und danach abbauen. Unsere Nachbarn gucken erstaunt. Reist ihr ab?

Ja, aber die WetterApp hat auch heftigen Sturm angekündigt. Ab Mitternacht. Achselzucken.

„Allett ruisch hier, watt willste denn?!“

Über die Videoüberwachung + Handy gucken wir das Life-Gewitter zu Hause an. Gegen 19:30 ist dort Wolkenbruch. Also 4 Stunden bis zur Küste. Gewitter und Regen bleiben uns erspart. Aber: Sturm! Unsere Nachbarn fast alle nochmal zum Hämmern raus um 0:30 Uhr = Vorzelte sichern.

Die „Nur“Zelter keine Chance, wechgefegt. Diverse Vorzelte hat es gecrasht. Tja….

Stürmische Nacht überstanden

Donnerstagmorgen, wir ziehen weiter. Straßen ziemlich voll, aber wir haben ja Zeit. Noch sind wir tiefenentspannt.

Ändert sich sofort, als wir den Platz in Dierhagen erreichen. Schon an der Einfahrt: sehr!eng! Und die Dubbels tummeln sich auch an der Rezeption.

Nachdem Hermann Schlüssel, Duschkarte und Platzplan erhalten hat, versuchen wir unseren Platz zu finden. Alles sehr eng und vollgestellt. Nummerierung der Plätze quasi unsichtbar. Vor allem: scheint alles belegt zu sein. Hermann fährt bis zum Ende, um dann dort mit Wohnwagen hintendran zu wenden.

Natürlich kriegt er das hin, als Profi. Hin- und Her, Daumenbreit an anderen Campern/Pollern/Wasserhahn vorbei. Ulla schrammt zeitgleich mehrfach am Herzinfarkt vorbei.

Schließlich „unseren“ Platz gefunden: besetzt durch ein Monsterteil von Wohnmobil. (Wie hat der das Ding da rein bekommen?) Er: „Die haben mich heute morgen hierher umgeparkt. Wisst ihr, wie lange ich gebraucht hab, um den hier rein zu zirkeln? Ich geh hier nicht wieder weg.“

Hermann zur Rezeption. Die teilt ihm mit, die anderen stehen falsch. Es gibt noch eine Nr. 19. Er kommt zurück. Mitarbeiter mit Golfmobil hintendran. Der bestätigt uns, die Anderen stehen richtig. Wir sollen auf die andere 19.

Man könnte auch 19a, 19b vergeben 🤷

Hermann erklärt in einfacher Sprache, den Platz 10 Tage zuvor reserviert zu haben. Der andere ist kein Komfort und deshalb deutlich billiger. Gartenzwerg zuckt mit den Schultern. Klären Sie das mit der Rezeption. „Da komm ich doch gerade her.“

Gott sei Dank trägt Hermann Tshirt. Das Krachen seines Hemdkragens hätte den Platz geweckt. Zurück zur Rezeption. Mit Dame im Schlepptau wieder am Platz. Wir bekommen die 18. (Liegt eh viel besser)

Wohnmobil-Monster darf stehenbleiben, wir haben Komfortplatz. Puh…schwieriger Start hier. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt.

Wenn ihr Bilder von unserer Funkloch-Session sehen wollt, klickt ihr hier.

2025 – neues Jahr neues Reiseglück

Wir hoffen, Ihr seid alle gesund ins neue Jahr gekommen.

Eigentlich wollten wir bereits im Mai Richtung Westen starten und die Normandie nebst Bretagne besuchen.

Leider ist es uns nicht gelungen diverse Termine in einen Hut zu bekommen.

(Jaa, eigentlich heißt es „unter einen Hut“ – weiß ich doch 😉)

Die Bretagne wird auf uns warten müssen. Ganz spontan sind wir nun für ein paar Tage Richtung Osten gefahren.

Kleine Strandtour entlang der Ostseeküste. Können wir gleich mal ein paar Neuerungen ausprobieren, die wir unserem Wowi gegönnt haben.

Der hat den Winter gut überstanden und schart ungeduldig mit den Hufen. 😊

Erstes Camp ist Boltenhagen. Seebad seit 1830. Fischer und Bauern schliefen in ihren Wirtschaftsräumen, um Feriengästen ihre Wohnräume zu vermieten.

Heutzutage immer noch Touristen Hotspot.

Unser Campingplatz ist echt komfortabel. Trotz seiner Größe gut strukturiert. Wir fühlen uns sauwohl hier.

Unser erster Ausflug geht an die Steilküste. Naja – nicht zu vergleichen mit der auf Rügen. Der ehemalige Fischerort ist an einigen Stellen ganz niedlich. Überall zuviel Menschen.

Wir besuchen Schloss Bothmer. Eine beeindruckende Anlage.

1730 errichtet für Reichsgraf von Bothmer, später als Seniorenheim von der DDR genutzt und heute im Besitz des Landes Meck-Pomm.

Wir sind gerade am Tor angelangt, kippt ein Bus (oder auch 2) eine Ladung Touris aus. Da verschwinden wir lieber.

Auf dem Weg zum CP versorgen wir uns mit frischen Erdbeeren. Die genießen wir mit reichlich Vanilleeis.

Glück kann so einfach sein.

Am nächsten Morgen nach einem sehr chilligen Tagesbeginn machen wir eine Radtour am Vogelschutzgebiet „Tarnewitzer Huk“ vorbei zur Marina „Weiße Wiek“.

Dort bereiten sich einige Segler auf eine Regatta vor. Wir schauen dem Treiben einige Zeit zu.

Auf dem Rückweg versorgen wir uns mit ofenfrischem Räucherfisch.

Das war ein leckeres Abendessen 😍

Der Samstag beginnt mit einer kleinen Heldentat:

Das Wohnmobil gegenüber kann sein Bett und den Tisch nicht zurückfahren  – die Elektronik streikt, weil die Sicherung kaputt ist. Das Dresdner Ehepaar ist verzweifelt, weil sie so nicht fahren können.

Aber mein Hermann hat ja immer (fast) alles dabei.

Nachdem er ganz lässig die defekte Sicherung ausgewechselt hat, kann sich die Hausfrau gerade noch bremsen, ihm nicht um den Hals zu fallen. 🤭

Schon am Vormittag ist es eine Gluthitze. Die neue Fenstermarkise ist super. Die Sonne bleibt draußen- und wir können das Fenster trotzdem auf Kipp stellen. Das sorgt für Durchzug.

Am Vorzelt Sonnensegel angebracht und schon haben wir ohne Klimaanlage erträgliche Temperatur im Wowi. 👍

Sonntag wechseln wir pünktlich um 11:00 Uhr den Platz. Nun stehen wir in Ostseecamping Beckerwitz. Der Platz ist uns bis Freitag sicher.

Hier weht eine stramme Brise. Das es noch heftiger kommt ahnen wir hier noch nicht.

Nebenan stehen Andreas und Angela aus Elmshorn. Sie haben ihren Hund Pietje dabei. Nachmittags bringen sie uns ein riesiges Stück Melone vorbei. Andreas hatte günstig eine Monstermelone erworben. Zuviel für Zwei.

Ulla macht mit dem Smoothie Maker einen leckeren Melonen-Mojito für alle daraus😋.

Unsere Minze ist ja genau wie letztes Jahr auch mit dabei.

Abends ist Unwetter angekündigt. Dankenswerterweise gibbet nur Regen und ein paar Blitzchen.

Am nächsten Morgen weckt uns ein kräftiges HALALI aus dem Lautsprecher.

Damit wird der Verkauf von Wildbret angekündigt. Ihr ahnt es: Wildschwein- Bratwurst und so.

Wenn eine der beiden Duschen frei wird, geht’s erst zum Duschen und dann nach Wismar. Wir müssen einkaufen.

Bilder dieser Woche findet ihr hier:

Dänischer Sommer

Da uns die Wetter App stabiles Wetter verspricht, ziehen wir die Option und bleiben bis Mittwoch in Sølager. Einfach mal chillen, das schöne Wetter und den Strand genießen, aber vor allem diese unglaubliche RUHE.

Ein Dompfaff besucht uns mehrmals am Tag. Irgendwann gelingt es mir, ein Foto zu machen. Wir fahren zum kleinen Hafen und genießen das Feeling dort. KITE-Surfer sind unterwegs, ein paar Kids toben unbeschwert am Steg. Fangen Krabben und Mini-Fische mit dem Kescher.

Hermann versucht sein Angelglück. Aber gut, dass wir Grillsachen eingekauft haben. Ich strapazier meine Liege und lese einen Schwedenkrimi, den ich mir noch geladen habe.

Alles ist tiefenentspannt 🙂 Mittwoch nach dem Frühstück packen wir alles zusammen. Die Fähre ist direkt ums Eck. Fährt alle 30 Minuten. Gegen Mittag überqueren wir den Storebelt mit Hilfe der gleichnamigen Brücke. Bei Odense machen wir eine kurze Pause und fahren dann weiter bis zur Insel Langeland. Dort haben wir bis Freitag einen Komfort Platz auf Emmerbølle Camping gebucht. Der Platz hat einen Pool und direkten Zugang zum Strand.

Wir wollten den unbedingt ausprobieren, weil ein Arbeitskollege von Hermann total begeistert ist und sich hier sehr wohl fühlt. Genau dieser Kollege lässt uns durch einen Verwandten abends 2 kühle Bier vorbei bringen – die Überraschung des Abends! Dankeschön nochmal❣️

Donnerstag ist nochmal super Wetter angesagt. Den Tag verbringen wir mit chillen.

Freitag: wir machen uns auf den Heimweg.

Nach 11.000 km in 83 Tagen kommen wir wieder zu Hause an. 10mal haben wir autark gestanden, insgesamt 31 Campingplätze genutzt.

Eine wunderbare Reise ist zu Ende. Unsere Erwartungen an die Landschaften wurden voll erfüllt, die ans Wetter nur  teilweise. Aber irgendwas ist ja immer 😇 Unser Equipment hat sich voll bewährt. Hermanns Erfahrungen als Reiseprofi waren nicht mit Gold aufzuwiegen.

Hat es sich gelohnt? JA!

Danke allen, die interessiert unseren Reiseblog verfolgt haben. Die letzten Bilder dieser Tour könnt ihr euch hier anschauen.

Bis bald 👋👋👋