Am Freitag in der letzten Woche sind wir zu unserem neuen CP gefahren. Wir haben nicht geahnt, dass es so ein riesiger Platz ist.

Mit Sauna, Wellness, Sportbereich, Strandbar, Kleinem Supermarkt, Physiotherapie, einem italienischen Restaurant und mehreren Sanitäranlagen vom Feinstem.

Unser Stellplatz ist ein Komfortplatz: direkter Wasser/Strom/Abwasseranschluss. Muss Hermann weniger laufen. Kostet natürlich auch, aber verglichen mit norwegischen Preisen völlig in Ordnung 😇
Auch wenn wir nicht in der ersten Reihe stehen, können wir von unserem Wowi direkt aufs Meer schauen. Der Platz ist gut voll, wenn auch nicht ausgebucht.

Ostsee Camp Seeblick
Am späten Nachmittag reist eine Gruppe Pick-Up Besitzer an. Die Prollis wollen hier Geburtstag feiern. Unsere Befürchtung, die Nacht wird laut, erfüllt sich zum Glück nicht.
Wir chillen, genießen unseren Campingflow und den Blick aufs Wasser.
Zwischendurch werfen wir eine Waschmaschine an. Unser neuer Wäscheturm nimmt bei geringer Grundfläche die ganze Ladung auf. 👍

Montag fahren wir nach Heiligendamm. Schauen uns den Strand an und gönnen uns ein leckeres Fischbrötchen. In Kühlungsborn flanieren wir bis zum Riesenrad.

Ein schöner alter Badeort mit entsprechender Architektur. Und wie immer an den Hotspots:
Zuviele Menschen, zuviele Dubbels. Wir machen uns vom Acker. Auf dem Rückweg kaufen wir noch etwas ein. Landschaftlich erinnert uns die Gegend an Südschweden.

Mit Omnia Deckel und Pizzastein wird der Grill zum Backofen.

Abends machen wir uns eine Pizza. Lecker. Die Salami musste eh weg. Und statt 15 Euro pro Person im Restaurant auszugeben, sind wir einschließlich Lieblingswein für 2 Euro/Person satt geworden.

Läuft 😃
Mittwoch: ganz Deutschland ächzt unter einer Hitzewelle. Hier sollen es heute 35 Grad werden.
Aber es ist schon erträglich hier. Hermann möchte nochmal ans Salzhaff.

Same Procedure as everywhere: einfach zu voll! Die kleine Halbinsel am Haff war früher militärisches Sperrgebiet. Heute Naturschutz und für die Öffentlichkeit immer noch gesperrt.
In Rerik versorgen wir uns mit frischen Erdbeeren und zurück geht’s auf den CP. Badesachen an. Aber nicht zum Schwimmen. Strand ist etwas eklig hier.
Abends nochmal den Grill anwerfen und danach abbauen. Unsere Nachbarn gucken erstaunt. Reist ihr ab?
Ja, aber die WetterApp hat auch heftigen Sturm angekündigt. Ab Mitternacht. Achselzucken.
„Allett ruisch hier, watt willste denn?!“
Über die Videoüberwachung + Handy gucken wir das Life-Gewitter zu Hause an. Gegen 19:30 ist dort Wolkenbruch. Also 4 Stunden bis zur Küste. Gewitter und Regen bleiben uns erspart. Aber: Sturm! Unsere Nachbarn fast alle nochmal zum Hämmern raus um 0:30 Uhr = Vorzelte sichern.
Die „Nur“Zelter keine Chance, wechgefegt. Diverse Vorzelte hat es gecrasht. Tja….

Donnerstagmorgen, wir ziehen weiter. Straßen ziemlich voll, aber wir haben ja Zeit. Noch sind wir tiefenentspannt.
Ändert sich sofort, als wir den Platz in Dierhagen erreichen. Schon an der Einfahrt: sehr!eng! Und die Dubbels tummeln sich auch an der Rezeption.
Nachdem Hermann Schlüssel, Duschkarte und Platzplan erhalten hat, versuchen wir unseren Platz zu finden. Alles sehr eng und vollgestellt. Nummerierung der Plätze quasi unsichtbar. Vor allem: scheint alles belegt zu sein. Hermann fährt bis zum Ende, um dann dort mit Wohnwagen hintendran zu wenden.

Natürlich kriegt er das hin, als Profi. Hin- und Her, Daumenbreit an anderen Campern/Pollern/Wasserhahn vorbei. Ulla schrammt zeitgleich mehrfach am Herzinfarkt vorbei.
Schließlich „unseren“ Platz gefunden: besetzt durch ein Monsterteil von Wohnmobil. (Wie hat der das Ding da rein bekommen?) Er: „Die haben mich heute morgen hierher umgeparkt. Wisst ihr, wie lange ich gebraucht hab, um den hier rein zu zirkeln? Ich geh hier nicht wieder weg.“

Hermann zur Rezeption. Die teilt ihm mit, die anderen stehen falsch. Es gibt noch eine Nr. 19. Er kommt zurück. Mitarbeiter mit Golfmobil hintendran. Der bestätigt uns, die Anderen stehen richtig. Wir sollen auf die andere 19.

Hermann erklärt in einfacher Sprache, den Platz 10 Tage zuvor reserviert zu haben. Der andere ist kein Komfort und deshalb deutlich billiger. Gartenzwerg zuckt mit den Schultern. Klären Sie das mit der Rezeption. „Da komm ich doch gerade her.“
Gott sei Dank trägt Hermann Tshirt. Das Krachen seines Hemdkragens hätte den Platz geweckt. Zurück zur Rezeption. Mit Dame im Schlepptau wieder am Platz. Wir bekommen die 18. (Liegt eh viel besser)
Wohnmobil-Monster darf stehenbleiben, wir haben Komfortplatz. Puh…schwieriger Start hier. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt.

Wenn ihr Bilder von unserer Funkloch-Session sehen wollt, klickt ihr hier.

