Heidekraut und Heidelbeeren

Sonntag fahren wir gen Göteborg. Hermann hat eine Anfrage bei einem sehr kleinen CP gestartet, der direkt am Holsjön liegt. Der kleine Ort heißt Holsljunga. Die positive Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

So ein Natur-Campingplatz ist mehr unser Ding. Allerdings könnten wir eine deutsche Kolonie gründen: SK/CE/WL/OL/KR sind hier außer uns vertreten.

Die Krefelder stehen hier mit einem MAN Mega Angeber Geschoss. Das Teil kostet neu ab 400.000 Euro. Mit eingebautem Bad braucht er die schwedischen Sammel-Duschvorhang Kabinen nicht nutzen. Aber: da es auch für ihn keinen direkten Wasseranschluss gibt, verbringt er den größten Teil des Tages mit Wasserschleppen😇 iwas ist immer. Die Show stiehlt ihm dann etwas später diese auseinander ziehbare Wohndose. Das neueste auf dem Markt derzeit. Zu bekommen ab 30.000 €.

Wir bauen unser „mini‘ Equipment auf einschließlich der Kajaks und werfen anschließend den Grill für unsere Steaks an. Zufriedenheit pur.🥰

Montag: Wetter trocken, erstmal Frühstück. Der Duft unseres handgemachten Kaffees scheint den Platz zu wecken😊 während sich die eine Hälfte abreisefertig macht, ziehen wir Badesachen an. Als wir mit den Kajaks loswollen, setzt der Regen ein. Hört auch nicht wieder auf bis zum Abend. Also Lese-und Dödeltag. Eine Freundin schickt Urlaubsfoto aus Schottland: very shice weather. Aber da geht man in eine Whisky Destillerie und schon sieht die Welt ganz rosig aus 🥃☺️

Dienstag: nach dem Frühstück  geht’s direkt zum See: endlich perfektes Kajak-Wetter🥰 2 Stunden fahren wir die Ufer entlang, ärgern Möwen, die sich auf Felsen sonnen, scheuchen Wildgänse auf und hören ein Kranichpärchen im Wald schreien. Sooo schön! Wir sind versöhnt mit dem blöden Wetter der letzten Tage. Auf dem Rückweg durch den Wald können wir Heidelbeeren naschen. Genauso stellt man sich Schwedenurlaub vor 😊🧡

Mittwoch: es ist warm, noch scheint die Sonne. Wir frühstücken draußen. Gestern Nachmittag hat sich mein Waffeleisen verabschiedet. Die Huckelpisten der letzten Wochen haben einige Schrauben losgerüttelt, die sich nicht mehr festziehen lassen. Zum Abschied noch ’ne Runde Zimtwaffeln backen ging aber noch. Eine Gruppe junger Schwedischer Familien ist gestern Abend angekommen. Haben hier eine Wagenburg gebaut und den ersten Abend ihres Urlaubs gefeiert.🤪 Zeit, dass wir weiterziehen.

Sämtliche CP auf dem Weg nach Helsingborg sind bis zur Naht voll. Um 16:00  buchen wir uns auf dem First Camp Platz in Helsingborg ein. First Camp ist eine Kette, die wir schon auf Öland genutzt haben. Dort waren wir allein auf dem Platz, hier quetschen wir uns dazwischen.

Der Platz hat einen Pool, liegt direkt hinter den Dünen. Die Serviceanlagen sind okay. Das wars dann auch schon an positivem. Es ist der teuerste Platz ever: 87,00 Euro für eine Nacht. Dafür müsste der Pool mindestens mit Champagner gefüllt sein. Aber bei der Menge an Kiddies, die da rein..äh..hopsen..lieber nicht verschlucken. 😝 Ist ja nur für 1 Nacht. Und die wird kurz: ab 18:00 Halligalli für die Kids, ab 20:00 machen die Eltern alleine weiter. Zum Glück halten sich fast alle an die Platzruhe ab 23:00.

Donnerstag: gerädert machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Fähre nach Helsingör. Vorher wird der Kuga noch vollgetankt. Dänemark hat norwegische Spritpreise. Die Überfahrt dauert ca. 30 Minuten. Auf dänischer Seite gibt es einen Lidl. Und der darf sogar Alkohol verkaufen 🤩 wir nehmen 1 Flasche Barcadi mit (Mojito trinken) und 1 Tetrapack Rotwein. Schließlich haben wir unseren letzten in Norwegen getrunken. Dann suchen wir einen CP. Und finden den Sølager Strandcamping direkt am Roskilde Fjord. Ole und Jette betreiben diesen süßen kleinen Campingplatz. Wir dürfen uns aussuchen, wo wir stehen möchten. Wir nehmen einen mit Büschen, Bäumen und Blumen an den Seiten.

Freitag: super geschlafen, himmlische Ruhe hier. Und der Rotwein gestern war auch lecker 😊 Wetter: trocken Hermann stellt fest, dass wir gestern auf dem Weg hierher die 10.000 km Marke geknackt haben 😊💪wir sind angesichts der Wolken mutig und satteln die Räder. In Hundested gibt’s einen Sandskulpturen Event. Die wollen wir uns ansehen. Und anschließend zum Rasmussen Haus weiterfahren. Wir sind grad am Hafen angekommen, da öffnet der Himmel seine Schleusen. 🌨 Na toll. Wir ziehen die Regenjacken an, kaufen uns leckeres dänisches Eis in einem Café. Nach 1 halben Stunde schüttet es immer noch. Keine Ahnung, wie Sandskulpturen nach einem Regenguss aussehen. Wir haben keine Lust mehr und fahren zurück. Pitschnass krabbeln wir in den Wowi. Jetzt erstmal einen Kaffee. Und ins Bett. Der Regen wird nicht mehr aufhören heute Abend.

Samstag: wir haben vergessen, die Dachluke zu zuziehen. Die Sonne küßt uns wach. Wir frühstücken draußen. Mit Speck und Eiern, frischem Toast und duftenden Kaffee. Alle, die zu den Sanis oder der Rezeption wollen, müssen an uns vorbei. Und wirklich jeder möchte sich bei uns einladen.😋

Ein lieber Gruß von unseren Kindern erreicht uns. Sie wollen wissen, ob wir noch in Dänemark sind. Jo, wenn das Wetter hält, werden wir die Ruhe hier ein paar Tage genießen.

Wir vollenden die Radtour von gestern mit dem Auto. Der Besuch beim Knud Rasmussen Haus steht noch aus. Der berühmte Grönlandforscher hat sich hier erholt und seine nächsten Expeditionen vorbereitet.

Ein paar Fotos von Schweden nach Dänemark könnt ihr euch hier ansehen.

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