Der Askeviks CP hat uns gut gefallen. Sehr nett, das Wetter schien auch besser zu werden. Wir beschlossen 5 Tage zu bleiben. In der Hoffnung vielleicht zum Kajak fahren zu kommen.

Am Freitag fahren wir nach Mariestad. Wir müssen einkaufen und schauen uns vorher die Stadt an. Auf dem Weg dorthin stellen wir fest, dass genau hier der Göta-Kanal beginnt. Das war uns nicht bewusst.

In Mariestad gibt es eine schöne Kathedrale. Leider kann man sie nicht betreten außerhalb der Gottesdienste. Dafür hat der Lidl auf. Juhu, endlich mal wieder günstig einkaufen. Nachmittags kommen andere Camper an. Wir lernen ein sehr nettes älteres Ehepaar aus Göteborg kennen. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Wir sind auf einer Wellenlänge. Als die beiden Sonntag wieder abreisen, bekommt Hermann ihre Telefonnummer. Weil wir anschließend nach Göteborg wollen. Und einen Tipp für einen CP dort.
Das Wetter hält sich genau bis Sonntag. Am Montag geht ein Platzregen nieder, der den Platz in eine Matschwiese verwandelt. Als wir Mittwoch weiterfahren, ist Göteborg nicht mehr aktuell. Die Regenfront reicht bis dahin. Wir fahren zum Vätternsee. In Hjo ist noch genau 1 Platz frei, den Hermann online reserviert. Wir fahren im Regen, kommen im Regen an. Jetzt ist es wieder ein Vorteil, automatische Stützen zu haben. Ruckizucki ist der Wowi aufgestellt. Die Plätze sind zum Teil mit Rasen, zum Teil mit Schotter. Dadurch können wir wenigstens nicht komplett absaufen. Nachdem der Wowi steht, trinken wir noch 1 Kaffee und dann machen wir erstmal ein Schläfchen. Der CP ist riesig. Für uns ungewohnt wenn der Nachbar nur den Sicherheitsabstand einhält. Wir fühlen uns quasi „umzingelt“ von Wohnwagen. Und du hörst wirklich sämtliche Geräusche deines Nachbarn und deines Hintermannes. 😐

Wenigstens bekommen wir Satellitenempfang. TV kann ablenken. Meine 3 Bücher hab ich ja schon in den hellen Nächten durchgelesen. Donnerstag kommt doch tatsächlich die Sonne durch. Wir bauen unsere Klappräder auf und machen eine kleine Radtour.

Erst an den See, dann am Ufer entlang in den kleinen Stadtpark. An einem schönen alten Café gönnen wir uns handmade Eis.

Gleich um die Ecke gibt’s einen Biergarten. Die Mädels der Bedienung stecken in Dirndl. 😄 Mit so a echten bajuwarischen Madl können die aber nicht mithalten…zuwenig Holz …ihr wisst schon😉 wir finden das Strandbad im Hafen. Da hätten wir Lust drauf, wenn das Wetter sich bis Freitag hält. Als Hermann wissen will, wie hoch der Eintritt ist, Überraschung: kostenlos für Alle!

Der Freitagmorgen beginnt extrem windig, aber die Sonne scheint. Wir packen unsere Badesachen in den Rucksack und fahren ins Strandbad. Da ich Angst um unsere Räder habe nehmen wir den Kuga. Jetzt müssen wir erstmal einen Parkplatz finden. Für den Profi hinterm Lenkrad kein Problem. Ab ins Wasser. Herrlich, mal wieder ein paar Bahnen ziehen. Als wir uns zum Trocknen in die Sonne legen, wird’s richtig voll – und kreischig laut.

Wir ziehen um zum kleinen Strand. Erst lockt es uns im See zu baden. Als ein Opa, mit seinem Enkel auf dem Arm, von Algen behangen wie Neptun dem Meer entsteigt, mögen wir doch nicht. Wir fahren zurück zum Platz. Ich koch uns was Schönes.
Samstag ist nochmal richtig schönes Wetter. Wir frühstücken draußen und überlegen, was wir mit dem Tag machen. Zum Kajak einsetzen ist das Ufer am CP zu hoch. Die schweren Kajaks bis zum Strandbad schleppen, sind wir schon tot bevor wir losfahren. Morgen fahren wir weiter. Richtung Jonköping und dann?? Hermann findet einen kleinen Campingplatz an einem See. Bewertungen sind gut, ist nicht weit weg von Göteborg. Eine Anfrage ist gestartet. Mal sehen. Ein paar Fotos mit dem Handy haben wir gemacht. Sonst war nichts festzuhalten außer Regentropfen am Vättern- und Vänernsee

