Und wenn wir uns satt gesehen haben

machen wir uns wieder auf den Weg.

Wir wollten uns die schöne Insel Öland ansehen. Wenn Königs hier seit ewigen Zeiten ihren Sommerurlaub verbringen, muss die Insel ja was zu bieten haben.

Unterwegs Halt in Karlstad gemacht. Eine der ältesten Orte in Schweden. Besonders gut gefallen hat uns das Naturreservat direkt vor/halb in der Stadt und die 400 Jahre alte Kirche.

Weiter ging es über Sölvesborg, dem schwedischen Pendant zu Wacken. Das Rockevent findet immer Ende Juni statt. Aber darüber hinaus ist der Ort bekannt für seine Ruine aus Wikingerzeiten, sein Schloss und die längste, nur für Fußgänger und Radfahrer gebaute Brücke Europas. Den Runenstein konnten wir nicht sehen, weil keine Parkmöglichkeit für Wowi.

Zwischenübernachtung in Ronnebyhamn gemacht. Platz mit freiem Blick auf die Schäre. Soo schön.

Das Highlight dieser Woche:

Um 4:00 Uhr vom Geschrei einer Gänsefamilie zum Sonnenaufgang geweckt worden. Vorsichtiges Öffnen der Wowi-Tür ließ den ebenfalls fischenden Reiher flüchten. Tür wieder zu und deshalb keine tollen Fotos.

Am nächsten Tag direkt nach Öland gefahren. Die ersten CP’s auf der Insel völlig überfüllt. Dann weitergefahren und einen schönen Platz im Wald gefunden. Den hatten wir ganz für uns allein.

2 Tage die Insel erkundet. Völlig geflasht von den verschiedenen Landschaften.

Schloss Soliden, Sommersitz der schwedischen Königsfamilie, hat uns dazu verführt, die Zeit zu verbummeln.

Am Donnerstag Öland verlassen Richtung Vimmerby. Unterwegs bei einer Elchfarm vorbei geschaut. Wenn der Elch sich nicht bewegt, siehst du ihn nicht.

Am See Hulingen Platz für die Nacht gefunden. Stehen erste Reihe direkt am See. Wowi abgestellt und nach Vimmerby gefahren.

Dort Astrid Lindgren besucht, auch ihr Elternhaus in Näs.

Freitag gemütlich nach Söderköping gezuckelt. Dort einen Stellplatz direkt am Göta-Kanal bekommen. Base bis Sonntag. Gleich am ersten Abend die Durchfahrt der MS Juno, Baujahr 1874 beobachtet.

Ein schönes Plätzchen hier 😍In der Galerie die Fotos aus Vimmerby, Öland und Göta-Kanal

Schwedisches Wörterbuch für Dummies:

Ein Fritidhus ist keine Frittenbude sondern eine Sporthalle. Tack så mycket heißt nicht“tacker die Mücke“, sondern vielen Dank. Das Schild Rum bedeutet nicht privater Alkoholverkauf, dort ist ein Zimmer frei. Ein Gulle Garden ist keine Toilettenentsorgung, sondern meistens ein Gartencafé. Und wenn du die Frage Vill du fikaren? mit einem freudigen Jo beantwortest, bekommst du heißen Kaffee serviert, sonst Nichts…

Kulinarisch war die Woche so:

Übrigens:

dieser Moment, wenn du auf dem neuen Campingplatz gerade aus dem Kuga steigst und so ein rustikal tätowierter, muskelbepackter schwedischer Endfuffziger auf dein Hermännchen zustürmt; du innerlich zusammenzuckst, weil du denkst „was geht jetzt ab?!“ und sich dann (very britisch) folgender Dialog entwickelt:

Schwedischer Altrocker: „hej, shall i help you move the van?“

Hermann, the German: „Thank you, it’s not necessary. I’ve a Mover.“

SR:“But we can move it with hands. No Problem.“

HG: “ Sure. But i like to present you the Show.“

Unvergesslich!😆😎

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