Ostsee-Hopping

Der Platz in Beckerwitz ist toll. Wir lieben diese kleinen naturnahen Plätze.

Direkt am Wasser

Als wir uns am Montag in Wismar vor dem Wolkenbruch gerade in einen Strandkorb geflüchtet haben,  bimmelt Hermann’s Handy.

Angela von nebenan ist dran. Unser Vorzelt wollte sich gerade ohne uns auf den Abflug machen. Mit Hilfe eines weiteren Nachbarn haben sie und Andreas das gerade noch verhindern können. Wir sollen uns nicht wundern, wenn wir zurück kommen, dass Stühle/Tisch abflugsicher zusammengeklappt sind.

Und das Vorzelt ist geöffnet, damit der Sturm durch“fliegen“ kann. Wir bedanken uns sehr. Und ahnen nicht wie stark der Wind wirklich war.

Als wir nachmittags ankommen und den Rest abbauen wollen, hätte Ulla beim Festhalten der Plane fast eine unfreiwillige Kite-Surfing-Stunde bekommen.

Dabei war der Sturm bereits wieder am abflauen.😳 Also nochmal dickes Dankeschön für die Nachbarschaftshilfe.

Es wehte den ganzen Tag wie doof. Erst gegen Abend wurde es besser.

Am nächsten Morgen Temperatursturz: statt 35 nur noch 15 Grad. Heftiger Wind.

Alte Camping-Hasen, die wir jetzt sind, machen dann erstmal genüsslich Frühstück.

Unsere neuen Polster sind sehr bequem

Unsere neuen Polster sind nicht nur sehr bequem, sie bestehen auch ihre erste Bewährungsprobe.

Hermann kippt seinen Kaffeebecher aus. Schwungvoll, wie das nur ein Ostfriese kann. 🫢

Schnell mit Küchentuch alles aufgetupft, nix mehr zu sehen! Genial dieser wasserabweisende Stoff.

Nur die Sofakissen brauchen ein Vollbad. Trocknen jetzt an der Krake im Bad.

Der Wäschekrake – unverzichtbar

Wenn’s draußen ungemütlich wird, ist es drinnen genau andersrum. Ostfriesisches Campergesetz.

Hermann macht die nächsten Plätze klar. Am Freitag fahren wir bis Rerik. Der Platz liegt direkt an der Steilküste und hat null Internet. Also kein Grund zur Besorgnis wenn ihr nix von uns hört.

Am Strand bissel durchpusten lassen. Danach gibt’s Seelenfutter. Und Rotwein.

Könnte auch in der Bretagne sein.

Mittwoch stöbern wir ein wenig durch die Gegend.

In der Nähe von Grevesmühlen gibt’s auch ein „Stonehenge“. Auf dem Weg dorthin besuchen wir ein Naturdenkmal: eine mindestens 1000 Jahre alte Eiche.

Was dieser Baum wohl alles erlebt hat ?

Als wir zum CP zurück kommen, steht der Foodtruck dort. Wir genehmigen uns einen leckeren Burger.

Nach einem kleinen Nickerchen machen wir noch eine Radtour an der Küste entlang.

Immer Blick auf das Meer

Am Donnerstag wollen unsere Nachbarn abreisen. Zum Abschied gibt’s nochmal einen leckeren Melonen-Mojito. Pietje ist inzwischen ganz entspannt mit uns.

So ein Süßer 🥰

Am nächsten Morgen herzliche Verabschiedung. Pietje hebt zum Gruß das Pfötchen an die Scheibe. Kaum sind die drei vom Platz weint der Himmel dicke Tränen.

Ein Wiedersehen ist versprochen!

Wir reisen Freitagmorgen weiter Richtung Rerik. Deshalb heute Haushaltstag.

Plötzlich fallen uns ein paar bunte Vögel auf. Das es hier in der Ecke Karmingimpel gibt, wussten wir. Das wir sie zu Gesicht bekommen, haben wir nicht erwartet.

Und dann setzt sich so ein Prachtexemplar auf unsere SAT-Schüssel.

Hermann war schnell 👍

Und heute schon Foto Häppchen der Woche im Netz. Falls ihr Lust habt könnt ihr hier schauen.

2025 – neues Jahr neues Reiseglück

Wir hoffen, Ihr seid alle gesund ins neue Jahr gekommen.

Eigentlich wollten wir bereits im Mai Richtung Westen starten und die Normandie nebst Bretagne besuchen.

Leider ist es uns nicht gelungen diverse Termine in einen Hut zu bekommen.

(Jaa, eigentlich heißt es „unter einen Hut“ – weiß ich doch 😉)

Die Bretagne wird auf uns warten müssen. Ganz spontan sind wir nun für ein paar Tage Richtung Osten gefahren.

Kleine Strandtour entlang der Ostseeküste. Können wir gleich mal ein paar Neuerungen ausprobieren, die wir unserem Wowi gegönnt haben.

Der hat den Winter gut überstanden und schart ungeduldig mit den Hufen. 😊

Erstes Camp ist Boltenhagen. Seebad seit 1830. Fischer und Bauern schliefen in ihren Wirtschaftsräumen, um Feriengästen ihre Wohnräume zu vermieten.

Heutzutage immer noch Touristen Hotspot.

Unser Campingplatz ist echt komfortabel. Trotz seiner Größe gut strukturiert. Wir fühlen uns sauwohl hier.

Unser erster Ausflug geht an die Steilküste. Naja – nicht zu vergleichen mit der auf Rügen. Der ehemalige Fischerort ist an einigen Stellen ganz niedlich. Überall zuviel Menschen.

Wir besuchen Schloss Bothmer. Eine beeindruckende Anlage.

1730 errichtet für Reichsgraf von Bothmer, später als Seniorenheim von der DDR genutzt und heute im Besitz des Landes Meck-Pomm.

Wir sind gerade am Tor angelangt, kippt ein Bus (oder auch 2) eine Ladung Touris aus. Da verschwinden wir lieber.

Auf dem Weg zum CP versorgen wir uns mit frischen Erdbeeren. Die genießen wir mit reichlich Vanilleeis.

Glück kann so einfach sein.

Am nächsten Morgen nach einem sehr chilligen Tagesbeginn machen wir eine Radtour am Vogelschutzgebiet „Tarnewitzer Huk“ vorbei zur Marina „Weiße Wiek“.

Dort bereiten sich einige Segler auf eine Regatta vor. Wir schauen dem Treiben einige Zeit zu.

Auf dem Rückweg versorgen wir uns mit ofenfrischem Räucherfisch.

Das war ein leckeres Abendessen 😍

Der Samstag beginnt mit einer kleinen Heldentat:

Das Wohnmobil gegenüber kann sein Bett und den Tisch nicht zurückfahren  – die Elektronik streikt, weil die Sicherung kaputt ist. Das Dresdner Ehepaar ist verzweifelt, weil sie so nicht fahren können.

Aber mein Hermann hat ja immer (fast) alles dabei.

Nachdem er ganz lässig die defekte Sicherung ausgewechselt hat, kann sich die Hausfrau gerade noch bremsen, ihm nicht um den Hals zu fallen. 🤭

Schon am Vormittag ist es eine Gluthitze. Die neue Fenstermarkise ist super. Die Sonne bleibt draußen- und wir können das Fenster trotzdem auf Kipp stellen. Das sorgt für Durchzug.

Am Vorzelt Sonnensegel angebracht und schon haben wir ohne Klimaanlage erträgliche Temperatur im Wowi. 👍

Sonntag wechseln wir pünktlich um 11:00 Uhr den Platz. Nun stehen wir in Ostseecamping Beckerwitz. Der Platz ist uns bis Freitag sicher.

Hier weht eine stramme Brise. Das es noch heftiger kommt ahnen wir hier noch nicht.

Nebenan stehen Andreas und Angela aus Elmshorn. Sie haben ihren Hund Pietje dabei. Nachmittags bringen sie uns ein riesiges Stück Melone vorbei. Andreas hatte günstig eine Monstermelone erworben. Zuviel für Zwei.

Ulla macht mit dem Smoothie Maker einen leckeren Melonen-Mojito für alle daraus😋.

Unsere Minze ist ja genau wie letztes Jahr auch mit dabei.

Abends ist Unwetter angekündigt. Dankenswerterweise gibbet nur Regen und ein paar Blitzchen.

Am nächsten Morgen weckt uns ein kräftiges HALALI aus dem Lautsprecher.

Damit wird der Verkauf von Wildbret angekündigt. Ihr ahnt es: Wildschwein- Bratwurst und so.

Wenn eine der beiden Duschen frei wird, geht’s erst zum Duschen und dann nach Wismar. Wir müssen einkaufen.

Bilder dieser Woche findet ihr hier:

Dänischer Sommer

Da uns die Wetter App stabiles Wetter verspricht, ziehen wir die Option und bleiben bis Mittwoch in Sølager. Einfach mal chillen, das schöne Wetter und den Strand genießen, aber vor allem diese unglaubliche RUHE.

Ein Dompfaff besucht uns mehrmals am Tag. Irgendwann gelingt es mir, ein Foto zu machen. Wir fahren zum kleinen Hafen und genießen das Feeling dort. KITE-Surfer sind unterwegs, ein paar Kids toben unbeschwert am Steg. Fangen Krabben und Mini-Fische mit dem Kescher.

Hermann versucht sein Angelglück. Aber gut, dass wir Grillsachen eingekauft haben. Ich strapazier meine Liege und lese einen Schwedenkrimi, den ich mir noch geladen habe.

Alles ist tiefenentspannt 🙂 Mittwoch nach dem Frühstück packen wir alles zusammen. Die Fähre ist direkt ums Eck. Fährt alle 30 Minuten. Gegen Mittag überqueren wir den Storebelt mit Hilfe der gleichnamigen Brücke. Bei Odense machen wir eine kurze Pause und fahren dann weiter bis zur Insel Langeland. Dort haben wir bis Freitag einen Komfort Platz auf Emmerbølle Camping gebucht. Der Platz hat einen Pool und direkten Zugang zum Strand.

Wir wollten den unbedingt ausprobieren, weil ein Arbeitskollege von Hermann total begeistert ist und sich hier sehr wohl fühlt. Genau dieser Kollege lässt uns durch einen Verwandten abends 2 kühle Bier vorbei bringen – die Überraschung des Abends! Dankeschön nochmal❣️

Donnerstag ist nochmal super Wetter angesagt. Den Tag verbringen wir mit chillen.

Freitag: wir machen uns auf den Heimweg.

Nach 11.000 km in 83 Tagen kommen wir wieder zu Hause an. 10mal haben wir autark gestanden, insgesamt 31 Campingplätze genutzt.

Eine wunderbare Reise ist zu Ende. Unsere Erwartungen an die Landschaften wurden voll erfüllt, die ans Wetter nur  teilweise. Aber irgendwas ist ja immer 😇 Unser Equipment hat sich voll bewährt. Hermanns Erfahrungen als Reiseprofi waren nicht mit Gold aufzuwiegen.

Hat es sich gelohnt? JA!

Danke allen, die interessiert unseren Reiseblog verfolgt haben. Die letzten Bilder dieser Tour könnt ihr euch hier anschauen.

Bis bald 👋👋👋

Heidekraut und Heidelbeeren

Sonntag fahren wir gen Göteborg. Hermann hat eine Anfrage bei einem sehr kleinen CP gestartet, der direkt am Holsjön liegt. Der kleine Ort heißt Holsljunga. Die positive Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

So ein Natur-Campingplatz ist mehr unser Ding. Allerdings könnten wir eine deutsche Kolonie gründen: SK/CE/WL/OL/KR sind hier außer uns vertreten.

Die Krefelder stehen hier mit einem MAN Mega Angeber Geschoss. Das Teil kostet neu ab 400.000 Euro. Mit eingebautem Bad braucht er die schwedischen Sammel-Duschvorhang Kabinen nicht nutzen. Aber: da es auch für ihn keinen direkten Wasseranschluss gibt, verbringt er den größten Teil des Tages mit Wasserschleppen😇 iwas ist immer. Die Show stiehlt ihm dann etwas später diese auseinander ziehbare Wohndose. Das neueste auf dem Markt derzeit. Zu bekommen ab 30.000 €.

Wir bauen unser „mini‘ Equipment auf einschließlich der Kajaks und werfen anschließend den Grill für unsere Steaks an. Zufriedenheit pur.🥰

Montag: Wetter trocken, erstmal Frühstück. Der Duft unseres handgemachten Kaffees scheint den Platz zu wecken😊 während sich die eine Hälfte abreisefertig macht, ziehen wir Badesachen an. Als wir mit den Kajaks loswollen, setzt der Regen ein. Hört auch nicht wieder auf bis zum Abend. Also Lese-und Dödeltag. Eine Freundin schickt Urlaubsfoto aus Schottland: very shice weather. Aber da geht man in eine Whisky Destillerie und schon sieht die Welt ganz rosig aus 🥃☺️

Dienstag: nach dem Frühstück  geht’s direkt zum See: endlich perfektes Kajak-Wetter🥰 2 Stunden fahren wir die Ufer entlang, ärgern Möwen, die sich auf Felsen sonnen, scheuchen Wildgänse auf und hören ein Kranichpärchen im Wald schreien. Sooo schön! Wir sind versöhnt mit dem blöden Wetter der letzten Tage. Auf dem Rückweg durch den Wald können wir Heidelbeeren naschen. Genauso stellt man sich Schwedenurlaub vor 😊🧡

Mittwoch: es ist warm, noch scheint die Sonne. Wir frühstücken draußen. Gestern Nachmittag hat sich mein Waffeleisen verabschiedet. Die Huckelpisten der letzten Wochen haben einige Schrauben losgerüttelt, die sich nicht mehr festziehen lassen. Zum Abschied noch ’ne Runde Zimtwaffeln backen ging aber noch. Eine Gruppe junger Schwedischer Familien ist gestern Abend angekommen. Haben hier eine Wagenburg gebaut und den ersten Abend ihres Urlaubs gefeiert.🤪 Zeit, dass wir weiterziehen.

Sämtliche CP auf dem Weg nach Helsingborg sind bis zur Naht voll. Um 16:00  buchen wir uns auf dem First Camp Platz in Helsingborg ein. First Camp ist eine Kette, die wir schon auf Öland genutzt haben. Dort waren wir allein auf dem Platz, hier quetschen wir uns dazwischen.

Der Platz hat einen Pool, liegt direkt hinter den Dünen. Die Serviceanlagen sind okay. Das wars dann auch schon an positivem. Es ist der teuerste Platz ever: 87,00 Euro für eine Nacht. Dafür müsste der Pool mindestens mit Champagner gefüllt sein. Aber bei der Menge an Kiddies, die da rein..äh..hopsen..lieber nicht verschlucken. 😝 Ist ja nur für 1 Nacht. Und die wird kurz: ab 18:00 Halligalli für die Kids, ab 20:00 machen die Eltern alleine weiter. Zum Glück halten sich fast alle an die Platzruhe ab 23:00.

Donnerstag: gerädert machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Fähre nach Helsingör. Vorher wird der Kuga noch vollgetankt. Dänemark hat norwegische Spritpreise. Die Überfahrt dauert ca. 30 Minuten. Auf dänischer Seite gibt es einen Lidl. Und der darf sogar Alkohol verkaufen 🤩 wir nehmen 1 Flasche Barcadi mit (Mojito trinken) und 1 Tetrapack Rotwein. Schließlich haben wir unseren letzten in Norwegen getrunken. Dann suchen wir einen CP. Und finden den Sølager Strandcamping direkt am Roskilde Fjord. Ole und Jette betreiben diesen süßen kleinen Campingplatz. Wir dürfen uns aussuchen, wo wir stehen möchten. Wir nehmen einen mit Büschen, Bäumen und Blumen an den Seiten.

Freitag: super geschlafen, himmlische Ruhe hier. Und der Rotwein gestern war auch lecker 😊 Wetter: trocken Hermann stellt fest, dass wir gestern auf dem Weg hierher die 10.000 km Marke geknackt haben 😊💪wir sind angesichts der Wolken mutig und satteln die Räder. In Hundested gibt’s einen Sandskulpturen Event. Die wollen wir uns ansehen. Und anschließend zum Rasmussen Haus weiterfahren. Wir sind grad am Hafen angekommen, da öffnet der Himmel seine Schleusen. 🌨 Na toll. Wir ziehen die Regenjacken an, kaufen uns leckeres dänisches Eis in einem Café. Nach 1 halben Stunde schüttet es immer noch. Keine Ahnung, wie Sandskulpturen nach einem Regenguss aussehen. Wir haben keine Lust mehr und fahren zurück. Pitschnass krabbeln wir in den Wowi. Jetzt erstmal einen Kaffee. Und ins Bett. Der Regen wird nicht mehr aufhören heute Abend.

Samstag: wir haben vergessen, die Dachluke zu zuziehen. Die Sonne küßt uns wach. Wir frühstücken draußen. Mit Speck und Eiern, frischem Toast und duftenden Kaffee. Alle, die zu den Sanis oder der Rezeption wollen, müssen an uns vorbei. Und wirklich jeder möchte sich bei uns einladen.😋

Ein lieber Gruß von unseren Kindern erreicht uns. Sie wollen wissen, ob wir noch in Dänemark sind. Jo, wenn das Wetter hält, werden wir die Ruhe hier ein paar Tage genießen.

Wir vollenden die Radtour von gestern mit dem Auto. Der Besuch beim Knud Rasmussen Haus steht noch aus. Der berühmte Grönlandforscher hat sich hier erholt und seine nächsten Expeditionen vorbereitet.

Ein paar Fotos von Schweden nach Dänemark könnt ihr euch hier ansehen.

Langsam endet diese Reise

Der Askeviks CP hat uns gut gefallen. Sehr nett, das Wetter schien auch besser zu werden. Wir beschlossen 5 Tage zu bleiben. In der Hoffnung vielleicht zum Kajak fahren zu kommen.

Am Freitag fahren wir nach Mariestad. Wir müssen einkaufen und schauen uns vorher die Stadt an. Auf dem Weg dorthin stellen wir fest, dass genau hier der Göta-Kanal beginnt. Das war uns nicht bewusst.

In Mariestad gibt es eine schöne Kathedrale. Leider kann man sie nicht betreten außerhalb der Gottesdienste. Dafür hat der Lidl auf. Juhu, endlich mal wieder günstig einkaufen. Nachmittags kommen andere Camper an. Wir lernen ein sehr nettes älteres Ehepaar aus Göteborg kennen. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Wir sind auf einer Wellenlänge. Als die beiden Sonntag wieder abreisen, bekommt Hermann ihre Telefonnummer. Weil wir anschließend nach Göteborg wollen. Und einen Tipp für einen CP dort.

Das Wetter hält sich genau bis Sonntag. Am Montag geht ein Platzregen nieder, der den Platz in eine Matschwiese verwandelt. Als wir Mittwoch weiterfahren, ist Göteborg nicht mehr aktuell. Die Regenfront reicht bis dahin. Wir fahren zum Vätternsee. In Hjo ist noch genau 1 Platz frei, den Hermann online reserviert. Wir fahren im Regen, kommen im Regen an. Jetzt ist es wieder ein Vorteil, automatische Stützen zu haben. Ruckizucki ist der Wowi aufgestellt. Die Plätze sind zum Teil mit Rasen, zum Teil mit Schotter. Dadurch können wir wenigstens nicht komplett absaufen. Nachdem der Wowi steht, trinken wir noch 1 Kaffee und dann machen wir erstmal ein Schläfchen. Der CP ist riesig. Für uns ungewohnt wenn der Nachbar nur den Sicherheitsabstand einhält. Wir fühlen uns quasi „umzingelt“ von Wohnwagen. Und du hörst wirklich sämtliche Geräusche deines Nachbarn und deines Hintermannes. 😐

Wenigstens bekommen wir Satellitenempfang. TV kann ablenken. Meine 3 Bücher hab ich ja schon in den hellen Nächten durchgelesen. Donnerstag kommt doch tatsächlich die Sonne durch. Wir bauen unsere Klappräder auf und machen eine kleine Radtour.

Erst an den See, dann am Ufer entlang in den kleinen Stadtpark. An einem schönen alten Café gönnen wir uns handmade Eis.

Gleich um die Ecke gibt’s einen Biergarten. Die Mädels der Bedienung stecken in Dirndl. 😄 Mit so a echten bajuwarischen Madl können die aber nicht mithalten…zuwenig Holz …ihr wisst schon😉 wir finden das Strandbad im Hafen. Da hätten wir Lust drauf, wenn das Wetter sich bis Freitag hält. Als Hermann wissen will, wie hoch der Eintritt ist, Überraschung: kostenlos für Alle!

Der Freitagmorgen beginnt extrem windig, aber die Sonne scheint. Wir packen unsere Badesachen in den Rucksack und fahren ins Strandbad. Da ich Angst um unsere Räder habe nehmen wir den Kuga. Jetzt müssen wir erstmal einen Parkplatz finden. Für den Profi hinterm Lenkrad kein Problem. Ab ins Wasser. Herrlich, mal wieder ein paar Bahnen ziehen. Als wir uns zum Trocknen in die Sonne legen, wird’s richtig voll – und kreischig laut.

Wir ziehen um zum kleinen Strand. Erst lockt es uns im See zu baden. Als ein Opa, mit seinem Enkel auf dem Arm, von Algen behangen wie Neptun dem Meer entsteigt, mögen wir doch nicht. Wir fahren zurück zum Platz. Ich koch uns was Schönes.

Samstag ist nochmal richtig schönes Wetter. Wir frühstücken draußen und überlegen, was wir mit dem Tag machen. Zum Kajak einsetzen ist das Ufer am CP zu hoch. Die schweren Kajaks bis zum Strandbad schleppen, sind wir schon tot bevor wir losfahren. Morgen fahren wir weiter. Richtung Jonköping und dann?? Hermann findet einen kleinen Campingplatz an einem See. Bewertungen sind gut, ist nicht weit weg von Göteborg. Eine Anfrage ist gestartet. Mal sehen. Ein paar Fotos mit dem Handy haben wir gemacht. Sonst war nichts festzuhalten außer Regentropfen am Vättern- und  Vänernsee

Vom Jostedal direkt nach Schweden

Es ist Sonntag, der 7.7. Gut dass wir gestern noch zum Gletscher hoch gegangen sind.  Heute schüttet es mal wieder, da ist nix mit Ausflug. Stattdessen machen wir  „Versorgungstag“: mal wieder die Betten beziehen, Waschmaschine und Trockner vom CP nutzen. Online Banking. Und sehr leckere Apfelzimt-Schnecken backen. Fragt mich nicht nach einem Rezept, ich hab es auch einfach gegoogelt.

Seit fast 2 Monaten leben wir nun schon in unserem „Wowi“. Langeweile kam bis jetzt nicht auf. Seit wir die Lofoten bei tollstem Sommerwetter erleben durften, sind wir eigentlich ganz zufrieden. Wir haben nicht das Gefühl, unbedingt noch etwas bestimmtes sehen zu müssen. Das Wetter nervt manchmal, und ein paar dubbelige Zeitgenossen. Ansonsten treiben wir so ganz langsam Richtung Heimat.

Montag: ein letzter Blick auf den Gletscher. Dann fahren wir wieder. Bergen hat die nächsten 10 Tage 90% Regenwahrscheinlichkeit. Deshalb verzichten wir darauf. Geiranger genauso. Also peilen wir die Stabkirche in Borgund an. Auf dem Weg dorthin durch Fjaerland gefahren. Sehr schön, wegen Schlechtwetter keine Fotos. Am Sognefjord legen wir eine Mittagspause ein. In dem Ort Kaupanger macht Ulla ein Nickerchen und Hermann hält die Angel in den Fjord. Wieder nix gefangen. Der Sogne Fjord ist der größte von allen Fjorden, da können die Fische sich besser verstecken.😇 Die kleine Stabkirche am Ort besuchen wir nicht: so steil und eng, da kriegen wir den Wowi nicht gewendet.  Auf dem Weg nach Lærdal: als wir am Ende des Tunnels ankommen, Überraschung: der endet direkt in der Fähre!

Den nächsten Stopp machen wir in Lærdal. Dieser Ort betreibt gemeinsam mit seinen Bewohnern nachhaltigen Tourismus. Er besteht aus 161 originalen Holzhäusern. Und wurde zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Im angrenzenden Fluss Laerdalselva konnte man früher Lachse mit der Hand fangen. Heutzutage sind die wilden Lachse streng geschützt. Eine Lizenz würde bis zu 1000 Euro kosten.

Danach fahren wir zur ältesten Stabkirche Norwegens. Statt die E16 zu nehmen, fahren wir die historische Straße. Den Kongensveigen, den Königsweg, der von Oslo nach Trondheim führte. Mal wieder  kinoreife Ausblicke.

Als wir die Stabkirche in Borgund erreichen, sind sämtliche Plätze bis dahin schon mit Womos besetzt. Der eigentliche Besucherparkplatz für die Kirche durch Pylos zugestellt. Um unerwünschte Übernachtungen zu verhindern. Die sind laut Schilder verboten. Hält sich natürlich kein Touri dran. Genauso wenig wie ans Drohnenflugverbot. Hermann weist freundlich, aber bestimmt darauf hin. Murrend wird die Drohne eingepackt. Die Bilder hat er natürlich trotzdem. Wir machen ein paar Fotos von außen. Besichtigung schon geschlossen. Dann fahren wir weiter und finden einen tollen Rastplatz. Ausgesucht von Olav. Oder Oma. Jedenfalls gibt es 1 Regenbogengruss vom Himmel für uns.

Dienstag: Gut geschlafen, gut gefrühstückt. Wir wollen Richtung Fagerness. An der alten E16 schauen wir uns die Stabkirche in Øye an. Überhaupt gibt es an den alten Straßen immer sehr viel Schönes zu entdecken. Die neuen führen fast immer durch Tunnel. Hinter Leyra machen wir eine Mittagspause. Dann fahren wir zum Mjøsasee. Den überqueren wir bei Biri per Brücke nach Moelv. In Elversum finden wir einen ruhigen Schlafplatz für die Nacht. Mitten im Wald. Zur schwedischen Grenze ist es nicht mehr so weit.

Mittwoch: der norwegische Rhythmus: 1 Tag Sonne, 2 Tage Regen. Wir mögen nicht mehr und fahren die Route 25 bis Schweden. Die Grenze überqueren wir gegen 14:00 Uhr bei Sälen. Ein Wintersportstädtchen. Berühmt für den Start des historischen VASA-Laufs (90 km Skilanglauf) bis Mora. Und für sämtliche Wintersportarten. Sieht im Sommer grausig aus. Wir tanken endlich wieder günstig, kaufen ein und fahren bis Malung. Dort stehen wir 1 Nacht auf dem CP. Das Ehepaar aus Baden-Württemberg, das nach uns ankommt, erzählt in bestem Schwäbisch, „des se nu 4 Wocha unterwegs sin, duch Schweda bis no Drondhoim. Abr nu isch’s gnug mid Rega, nu wolla mir nur no hoim. Un wie lang seid ihr scho underwegs?“

Ich widerstehe der Versuchung in ostfriesisch Platt zu antworten. Stattdessen zucke ich mit den Schultern und sag: “ keine Ahnung. Wir sind am 12.5. gestartet, über Süd, Mittel- und Ostschweden nach Finnland rüber. Da die Ostgrenze hoch durch Karelien bis Lappland. Dann über Alta, Tromsö, Trondheim zu den Lofoten. Von da Atlantikstraße und Küstenweg bis Jostedal und jetzt nach hier.“

PAUSE.

Auch ich muss das erstmal gedanklich verarbeiten. 😊 Sagt er (typisch Kerl): „unn wieviele Kilomedr sind des so?“ Mein Hermann, der Reisebusfahrer, total trocken: „9000. Ungefähr.“ Als er dann noch per Knopfdruck die Stützen ausfahren lässt (was wieder diesen begehrlichen Glanz in die Augen des Schwaben zaubert), zieht die brave Hausfrau erst ihren Mann am Ärmel,wünscht uns einen schönen Abend und mit selbigen von dannen. 😇

Donnerstagmorgen fahren wir nach Värmland an den  Vänernsee. In Sunne machen wir eine Pause. Stellen den Wowi auf einen Parkplatz und fahren mit dem Kuga erst zur Statue von Selma Lagerlöf. Anschließend zu ihrem Gutshof Mårbacka, ca. 10 km außerhalb von Sunne. Diese Frau wurde 100 Jahre vor mir geboren. Sie war eine sehr willensstarke, kluge und selbstbewusste Frau. Sie ließ sich gegen den Willen ihres Vaters in Stockholm zur Volksschullehrerin ausbilden. Dann lebte sie einige Jahre in Fallun. Als sie den Nobelpreis für Literatur erhielt, konnte sie mit dem Preisgeld das Familiengut, das wegen hoher Schulden verloren ging, zurück kaufen.

Dort lebte sie gemeinsam mit ihrer geliebten Freundin bis zu ihrem Tod. Zu Lebzeiten gründete sie eine Stiftung, mit dem Auftrag, das Mårbacka der Allgemeinheit erhalten bleiben soll.

Die wundervolle Geschichte des Nils Holgerson und seiner abenteuerlichen Reise mit den Wildgänsen kennt ja jedes Kind. Leider gibt es das nicht auf Deutsch zu kaufen im kleinen Laden von Mårbacka. Am Himmel zieht ein Gewitter auf. Wir machen uns schnellstens vom Acker. Holen den Wowi ab und fahren bis zum Vänernsee. Dort suchen wir einen schönen CP und werden fündig: ausgewanderte schweizer Betreiber – deutscher Standard…wenn das Wetter hält, machen wir hier Urlaub 😍

Yep, wir haben Glück. Karin und Roger, die beiden CP-Besitzer geben uns einen Platz unten am See. Eigentlich sind sie full booked. Aber wir dürfen bis Mittwoch bleiben.

Jetzt muss nur die Sonne auch solange bleiben…

Bis dahin könnt ihr, wenn ihr wollt, die Bilder dieser Woche anschauen 😊

Von Trondheim auf der Küsten-und Atlantikstraße bis zum Jostedalsbreen

Sonntagmorgen werden wir durch Glockengebimmel in unserem Schlaf gestört. Eine kleine Schafherde findet das Gras an unserem Parkplatz besonders lecker.😋 Wir drehen uns nochmal um. Schon lange nicht mehr soo gut geschlafen. Nach dem Frühstück, so iwann gegen Mittag 😇, geht es gemütlich weiter südlich. (Kleines Wortspiel 🤭)

Auf der Straße 810 finden wir uns zunächst im Schwarzwald wieder, dann haben wir das Gefühl in Kanada unterwegs zu sein. Bald überschreiten wir wieder den Polarkreis, diesmal von Nord nach Süd.

Wir fahren die 810 bis Mo i Rana und dann wieder auf der E6 Richtung Trondheim. Kurz nach Mo i Rana suchen wir einen ruhigen Schlafplatz. Irgendwo im Wald werden wir fündig. Den notwendigen Abstand zum nächsten Privathaus halten wir ein. Nach einem leckeren Frühstück „Hermann Special“ (Rührei mit knusprigem Speck) geht’s weiter.

Es gilt eine besondere Straße zu erkunden: die 17, auch Kystriksveien genannt, die durch Helgeland führt. Für die Straße wird Maut fällig, die beiden Fähren sind kostenlos. Erst haben wir gutes Wetter. Je südlicher wir kommen, umso schlechter wird es.

Nach 2 Tagen Wildcampen oder wie es heutzutage so cool heißt „autark stehen“ brauchen wir wieder einen Platz, der uns mit Strom versorgt. Bei den ersten beiden Plätzen fahren wir nach kurzer Besichtigung direkt weiter. Dann entscheiden wir uns für einen CP am Fluss. Hinter uns rauscht der Verkehr von der E6 vorbei, auf der Flussseite der Zugverkehr nach Trondheim. Es gibt für Männlein/Weiblein je 2 Toiletten und Duschen für den ganzen Platz, vorn neben der Rezeption. Dafür bezahlen wir stolze 350 NK, davon 75 Kronen extra für Strom, der hier quasi nichts kostet. Das sind ca. 32 Euro. Teure Parkplatzgebühr. Da es nicht soviele CP gibt, braucht man sich nicht soviel Mühe zu geben. Die Touris zahlen ja. Wir finden das sehr, sehr schade. So ein wunderschönes Land. Aber das hinterlässt einen faden Beigeschmack. In Schweden ist uns das so nicht passiert. Das es mit der Touri Abzocke noch besser geht, ahnen wir da noch nicht. Am nächsten Tag fahren wir weiter Richtung Trondheim. Unterwegs füllen wir nochmal 1 Gasflasche auf. Dies ist nur in wenigen Orten möglich. Dann suchen wir ziemlich bald einen Nachtplatz. Leider gibt’s keine vernünftigen „wilden“ entlang der E6. Schließlich fahren wir durch bis kurz vor Trondheim und buchen 2 Nächte CP.

Der CP, direkt am Fjord, ist der teuerste bisher: 50 Euro für 1 Nacht. Dafür dürfen wir unseren Wowi abstellen und das Stromkabel anschließen. Das Duschen kostet extra. Als wir einen kurzen Blick in die nicht gereinigten Duschen werfen, entschließen wir uns, 2 Tage darauf zu verzichten. Die Zuglinie führt diesmal mittendurch den CP. Trotzdem haben wir keine Wahl: dies ist der naheste Platz zu Trondheim. Sonst gibt’s nur noch 1 Stellplatz am Hafen. Auch nix besser.

Am nächsten Tag entschädigt uns Trondheim mit einer schönen Altstadt und einem beeindruckenden Nidaros Dom. Die Führung auf Deutsch ist im Eintrittspreis enthalten.

Donnerstag machen wir uns auf in Richtung Bergen über Kristiansund. Unterwegs macht Hermann noch einen Schlenker über eine neue Küstenstraße.

Hier hat der berühmte Harald Schönhaar, der als erster König Norwegens gilt, den Grundstein für dieses schöne Land gelegt. Denn hier hat er nach siegreichem Kampf mehrere Wikinger Stämme vereinigt. Der schöne Harry ist auch der Uropa von Olav dem Heiligen. Das ist der, den sie unter dem Nidaros Dom beerdigt haben und der angeblich nach seinem Tod soviele Wunder bewirkt hat. Als König wollten sie ihn nicht, als Heiligen konnten sie ihn gut gebrauchen. 😇

Wir finden einen ganz wunderbaren Platz oberhalb des Fjords, Olav sei Dank. 😉Endlich mal wieder eine ruhige Nacht.

Denkste: in der Nacht kommt Sturm auf. Am frühen Morgen setzt Sintflutartiger Regen ein. Vom Fjord nix mehr zu sehen. Alte Germanen wie uns erschüttert das nicht. Kristiansund ist nicht weit. Die Fähre startet sofort mit uns. Leider ist der alte Fischereihafen dort nicht mehr vorhanden. Nix mit  frischen Krabben. Nur noch Sportboote und Kreuzfahrtriesen. Und es regnet in einem fort. Hermann fährt auf der berühmten Atlantikstraße. Mit besonders schönen Ausblicken. Tja, leider kommt das bei dem Wetter nicht so rüber.

In Ålesund angekommen, 1 Versuch auf dem Stellplatz am Hafen unterzukommen. 1 weiterer auf einem CP iwo in der Stadt. Nach 1 halben Stunde herumkurven gibt Hermann genervt auf.

Weiter geht’s Richtung Bergen. An der E39 halten wir auf dem Parkplatz an einer Kirche. Unsere Jungs verlieren gegen Spanien. Nicht unerwartet, trotzdem bitter. Jetzt hilft nur noch ’ne Aufbackpizza aus dem Omnia. Wenigstens das funktioniert. Am Samstagmorgen machen wir uns auf den Weg. Hermann erinnert sich an einen Ort, wo er vor 40 Jahren mal mit einer Busgesellschaft war. In Loen im Hotel Alexandra. Das Hotel gibt’s noch. Und mehrere Campingplätze, einer etwas außerhalb  direkt am Bergsee.

Als wir dort ankommen sind wir mal positiv überrascht. Tolle Gegend, sehr nette Betreiberfamilie, sehr schöner CP. Hochpreisig aber alles tippitoppi. Der Chef empfiehlt uns, bei dem guten Wetter einen Ausflug zum Gletscher zu machen. Zeigt Hermann eine Privatstraße, auf der man ziemlich nah herankommt. Dann nur noch ein „paar“ Meter wandern…die Ausblicke auf dieser Straße: sensationell.

Vom kleinen Parkplatz geht es auf Bergziegenpfaden immer höher. Als immer mehr Felsen im Weg rumliegen, machen Ulla’s Knie nicht mehr mit. Wir drehen um und gehen zurück. Abends sind wir begeistert von der Foto Ausbeute. Das türkisfarbene Wasser vom Gletschersee unglaublich! Aber schaut euch  selbst die Bilder dieser vielen Panoramastraßen an.

Von Tromsö auf die Lofoten

Sonntag mittag kommen wir in Tromsö auf dem CP an. Der Wowi wird abgestellt, dann geht es direkt zurück in die Stadt. Wir wollen das herrliche Wetter nutzen, um auf den Fjellheisen zu fahren. Von dort haben wir einen tollen Blick über den Tromsfjord.

Am Montag schauen wir uns das Hinterland von Tromsö an Richtung Sommaroya. Sehr windig und kalt. Die Tundra lässt sich im Bild leider nicht so toll wiedergeben wie sie live wirkt. Auf dem Rückweg wollen wir noch einen Spaziergang durch die schöne Altstadt in Tromsö machen. Es ist schlicht kein Parkplatz zu bekommen, einige Straßen sind sogar gesperrt. Das war vor 10 Jahren noch ganz anders. Wir fahren über die äußerst marode Tromsö Brücke zurück zum CP.

Dort ist inzwischen ein Rudel Wohnmobile eingefallen. Die legen hier eine Zwischenübernachtung auf dem Weg zum Nordkap ein. Jetzt wird’s eng, nicht nur auf dem Platz (alle wollen immer erste Reihe am Fjord stehen). Auch vor den  insgesamt 4 Duschen bilden sich Warteschlangen. Zeit, dass wir  hier verschwinden. Dienstag machen wir uns bei echtem Shice Wetter auf den Weg Richtung Lofoten.

Irgendwann hinter Bjervik fahren wir auf der E10 Richtung Westen. Es fängt dermaßen an zu schütten, da wird uns mulmig. Als wir unvermittelt in eine Nebelwand geraten, hat Hermann die Faxen dicke. Der nächste Parkplatz an der Straße ist unser Schlafplatz. Ein Wohnmobil aus Frankreich steht schon da, aber Platz genug für zwei. Morgens um kurz nach 7:00 Uhr: lautes Hubschraubergeräusch über uns, kurz wackelt alles. Hermann schiebt ein Rollo hoch. Da, wo gestern noch das Wohnmobil stand, landet ein Hubschrauber. Ein paar Männer schnacken herzlich mit dem Piloten. Dann steigen sie alle in den Hubbi und fliegen wieder. Ihre PKWS bleiben geparkt. Ich würde mal sagen, kollegiale Fahrgemeinschaft auf Lofoten Art😄.

Am Inari See hatten wir ein Ehepaar getroffen, die unsere Route andersrum gefahren sind. Sie haben uns einen CP empfohlen. Sehr klein, eine frühe Ankunft ist von Vorteil.

Hermann gibt Gas – soweit es trotz der maroden Straßen und Dummie-Touristen möglich ist. Gegen 13:28 stehen wir in der ersten Reihe am Fjord 💪 yes, Sir!

Am nächsten Morgen (Donnerstag) verspricht das Wetter Gutes. Wir machen einen Tagesausflug quer über die Inseln bis zu dem kleinen Fischerort Å(=oh). Auf dem Weg lernen wir nicht nur die unterschiedlichsten Landschaften kennen, sondern auch die dunkle Seite des Wohnmobil Massentourismus. Hier ist grad Hochsaison. Etliche Male stehen wir im Stau. Und in jeder, wirklich jeder kleinen Ecke steht ein Wohnmobil. Die Parkplätze sind so voll, da passt nicht mal mehr ein Radfahrer drauf. Wenn man aussteigt, hört man Deutsch. Und wir waren so naiv zu denken, die deutsche Besatzung ist seit zig Jahren beendet.

Aber abgesehen davon: in der nördlichsten Ecke Europas befindet sich ein kleines Paradies, die Lofoten 🥰🧡

Am Freitag ist unser letzter Tag hier. Das Wetter gibt Vollgas. Wir fahren nach Henningsvær. Dort ist alles vollgestopft mit Touristen, Wohnmobilen. Keine Möglichkeit, den Pkw zu parken. Da es inzwischen 30 Grad Außentemperatur hat, beschließen wir, den Tag lieber am Fjord zu genießen. Vorher kaufen wir noch in Solvær ein. Auch hier: kein Durchkommen wegen der vielen Womos. Aber auch wir sind ja als Touris hier.

Hermann startet nochmal zum Angeln. Kein Glück. Wir legen Fleisch in die Grillpfanne. Der Pole nebenan hat 4 kleine Kabeljau gefangen. Eigentlich untermaßig. Müssten wieder zurück ins Wasser. Aber für ihn und seine Frau ein nettes kleines Abendessen. Wir bereiten alles für die Abreise am nächsten Morgen vor.

Die kostenlose Fähre von Solvær nach Skutvik hat nur begrenzt Platz. Um 6:00 Uhr sind wir die ersten in den Duschen. Um 7:15 Uhr heißt es: Tschüss Lofoten 👋👋

Wir stehen in der 3.Reihe, 2.Platz. Die Hoffnung, dass wir mitfahren dürfen, ist groß. Und sie erfüllt sich. Der Himmel weint Rotz und Wasser, als wir die Lofoten verlassen. Um 11:40 Uhr sind wir in Skutvik. Kleine Mittagspause auf einem Parkplatz. Es schüttet immer noch. Unser Sohn schickt uns ein sonniges Foto aus der Heimat. Er ist mit seiner Schwester im Freibad. Sonne im Herzen 🥰Gegen 18:00 Uhr finden wir einen wunderschönen Schlafplatz unterhalb eines Wasserfalls und am Ufer eines Fjords.

Erst sind wir happy. Aber als in einer halben Stunde 10 LKW an uns vorbei donnern, wird es Hermann zu laut. Wir fahren weiter bis Saltstraumen. Dort erinnert er sich an einen Riesen Parkplatz  direkt unter der Flussbrücke. Den Parkplatz gibt’s noch. Inzwischen stehen aber auch ca. 30 Womos schon dort. Wir fahren also weiter. Solange bis wir irgendwo in der Pampa einen vernünftigen Platz finden. Dort übernachten wir. Über Internet können wir das Spiel GER-DEN sehen. Dazu gibt’s leckere Lachs-Gemüse-Pasta und einen Becher Schietwetter-Wein. Wenn die Jungs jetzt nicht verlieren ist alles super für uns.😊

Übrigens: wie schön Tromsö und die Lofoten sind, könnt ihr hier anschauen.

Durch die Fjorde

Wir fahren von Alta  nach Tromsö. Dabei fahren wir an mehreren Fjorden vorbei. Ständig suchen wir eine Stelle zum Anhalten, Aussteigen, Fotografieren. Das kostet nicht nur Zeit, am späten Nachmittag ist der Akku leer fotografiert. Die Campingplätze sind dafür alle rappelvoll, denn es ist Midsommar. Wir finden eine Stelle oberhalb eines Fjords zum Übernachten.

Dieser Tag ist so voll mit Erlebnissen. 3mal konnten wir Adler beobachten. Die Panoramen sind gigantisch.

Die Bilder dieses einen Tages könnt ihr euch in

Fjells, Fjorde und Fossen ansehen.