Dresden  – Elbflorenz

Eigentlich sind wir schon längst wieder zu Hause. Aber wir sind bisher nicht dazu gekommen, von unserer kleinen Reise ins Elbsandsteingebirge zu berichten.

Am 6. Oktober sind wir gestartet. Mit Verspätung, weil der Kuga zickig war und nicht anspringen wollte. Gegen einen ehemaligen Berufskraftfahrer hat der natürlich keine Chance.

Die WetterApp machte uns Hoffnung auf zumindest trockene Tage. Die Hoffnung stirbt ja immer zuletzt  – aber sie stirbt 😐

Irgendwann gegen Mittag hatten wir den alten Grenzübergang in Marienborn erreicht. Sowas weckt dann schon gruselige Erinnerungen.

Alter Wachturm

Am späten Nachmittag erreichten wir dann unseren CP in Pirna.

Dieser CP wird von den örtlichen Stadtwerken betrieben

Nachdem sehr freundlichen Checkin sind wir erstmal gemütlich auf unseren Platz gezuckelt und haben NIX gemacht, außer den Abend zu genießen.

In der Nacht setzte Regen ein. Zwischenzeitlich dachte ich, wir sind in Norwegen 😉

Am nächsten Tag haben wir in aller Ruhe unsere kleinen Winterzelte aufgebaut, welche wir bis dato noch nie ausprobiert hatten.

Sogar einen „Fahrradschuppen“ haben wir jetzt

Mittwoch haben wir uns Pirna angesehen und dort den weltbesten Eierschegge gegessen. In einem gemütlichen alten Café mit historischer Deckenmalerei.

Am nächsten Tag haben wir das Schloss Pillnitz besichtigt. Dies ist vor allem wegen seinem berühmten Schlosspark bekannt. Dort hat der Fürscht seine botanische Sammelleidenschaft ausgelebt.

Schloss Pillnitz von der Elbseite

Während unseres Spaziergangs hatten wir Glück: solange blieb es trocken. Anschließend hat der beste Ähämann der Welt mir noch eine kleine Stadtrundfahrt durch den Dresdener Stadtteil Blasewitz gegönnt. Das ist der, wo die teuren Elbvillen stehen.

Nettes Domizil

Freitag morgen sind wir mit den Öffis nach Dresden gefahren. Das ist von unserem CP aus sehr komfortabel eingerichtet.

Beim Checkin gibt es direkt für jeden eine sogenannte Gästekarte, mit der sich die Öffis weitgehend kostenlos nutzen lassen. Bushaltestelle ist quasi direkt vorm CP.

Der bekommt von uns übrigens eine klare Empfehlung. Sehr sauber und gepflegt, großzügigige Stellplätze. Geschotterte Wege, sodass man trotz Dauerregen nicht im Matsch versinkt. Ruhige Lage direkt an einem See.

Strompauschale wird erhoben, aber sonst ist alles inklusive.

Hunde erlaubt, aber Leinenpflicht. Baden im See ist den Vierbeinern verboten.

Freitag also Dresden. Das mit den Öffis ist im nasskalten Herbst keine gute Idee: Viren/Bakterien Zuchtanstalt

Ansonsten: diese alte Metropole ist wunderschön. Es gibt so vieles, was man nur ehrfürchtig bewundern kann. Und mit den zerstörten Bildern aus dem Krieg im Kopf kann man gar nicht fassen, wie schön alles wieder aufgebaut wurde.

Dresdner Ensemble

Außerdem habe ich gelernt: Dresden ist die Schokoladen Hauptstadt Europas gewesen. Hier wurde die erste Tafel erfunden und nicht in der Schweiz. Um seine Hofdamen zu verwöhnen sorgte August der Starke dafür, dass es in der ganzen Stadt Cafés gab, in denen die Damen edlen Geblüts ihre Trinkschokolade schlürfen konnten.

Diese Tradition gibt es auch heute noch. Auch in moderner Form: nämlich als Schokoeis.

Und: sie macht süchtig!😋😍

Nachdem wir Freitag Abend wieder zurück im Wowi waren, war klar: Ulla hatte sich eine umfassende Erkältung eingefangen. Samstag war also Bettruhe mit TV angesagt.

Sonntag ging es einigermaßen, weshalb wir uns dann Meißen und sein berühmtes Porzellan angeschaut haben. Gott sei Dank haben wir eine Haftpflichtversicherung.

Bei den Preisen, die ein einfacher Kaffeebecher kostet, bist du sonst bettelarm wenn du mal stolperst.

Nach dem Besuch im Porzellanmuseum sind wir noch oben in der Altstadt gewesen. Dort in der Albrechts Burg war die erste Porzellanmanufaktur eingerichtet.

Albrechts Burg und Dom in Meißen

Montag hatten wir dann endlich den versprochenen Sonnentag.

Also sind wir rauf gefahren zur Bastei. Ein Aussichtspunkt im Elbsandsteingebirge.

Grandioser Ausblick

Da auch 1000 andere Touristen auf diese Idee kamen, sind wir schnell wieder weg. Das Wetter wollten wir nutzen, um uns Dresden weiter anzusehen.

Zuerst waren wir im schönsten Milchladen der Welt: Pfunds Molkerei.

Dieser Laden wurde nie zerstört und ist im Original erhalten

Dort schwelgten wir bei leckerem Buttermilch- Mango Smoothie und konnten uns nicht satt sehen an den alten handbemalten Fliesen.

Nachdem wir uns mit Schoki und handgeschöpfter Milchseife versorgt hatten, wollten wir uns noch die sprichwörtliche Straßen Art in der Neustadt ansehen.

Auf dem Weg hat mein privater Reiseleiter dann gezielt die Brücke angesteuert, von der aus man das bekannte Dresden Panorama fotografieren kann.

Straßenkunst

Anschließend hat er mich in ein schnuckeliges Restaurant eingeladen, dass sich seit Jahren gegen die umgrenzenden Hochhäuser verteidigt.

In dieser kleinen Oase mitten in der Stadt gab es eine Schweinshaxe vom Feinsten. Die war sooo lecker und groß, dass wir zwei uns von dem eingepacktem „Rest“ noch zweimal lecker Frühstück davon machen konnten.

Am Mittwoch sind wir dann wieder nach Hause. Weder beim Wetter noch bei Ulla war Aussicht auf weitere Besserung.

Aber eines ist klar: dieses war nicht unser letzter Besuch hier. Das wird auf jeden Fall wiederholt.

Unsere Wowi Saison ist für dieses Jahr beendet.

Bleibt gesund und munter. Habt einen schönen Jahresausklang. Vielleicht sehen wir uns bald mal wieder 🥰👋👋👋

Unsere Eindrücke lassen sich fotografisch hier nachvollziehen: Elbflorenz

Das war es dann

Unser Aufenthalt auf dem nicht sehr komfortablen CP direkt an den Dünen in Dierhagen-Ost ist seit heute zu Ende.

Nach schwierigem Start ging es holprig weiter und endete heute mit einem sich noch gerade unter Kontrolle gehaltenen H(B)Männchen.

Dieser Platz sieht uns nicht wieder und wird von uns auch nicht weiterempfohlen.

Wir sind nun auf dem Weg nach Hause.

👋👋👋 Trotzdem ist die Gegend an der Ostseeküste wunderschön und eine Reise wert. 😊

Ein paar Bilder vom Darß findet ihr hier.

Rerik, an der Steilküste

Am Freitag in der letzten Woche sind wir zu unserem neuen CP gefahren. Wir haben nicht geahnt, dass es so ein riesiger Platz ist.

Zum Teil stehen die Wohnwagen direkt an der Kante

Mit Sauna, Wellness, Sportbereich, Strandbar, Kleinem Supermarkt, Physiotherapie, einem italienischen Restaurant und mehreren Sanitäranlagen vom Feinstem.

Unser Stellplatz ist ein Komfortplatz: direkter Wasser/Strom/Abwasseranschluss. Muss Hermann weniger laufen. Kostet natürlich auch, aber verglichen mit norwegischen Preisen völlig in Ordnung 😇

Auch wenn wir nicht in der ersten Reihe stehen, können wir von unserem Wowi direkt aufs Meer schauen. Der Platz ist gut voll, wenn auch nicht ausgebucht.

Nomen est Omen:
Ostsee Camp Seeblick

Am späten Nachmittag reist eine Gruppe Pick-Up Besitzer an. Die Prollis wollen hier Geburtstag feiern. Unsere Befürchtung, die Nacht wird laut, erfüllt sich zum Glück nicht.

Wir chillen, genießen unseren Campingflow und den Blick aufs Wasser.

Zwischendurch werfen wir eine Waschmaschine an. Unser neuer Wäscheturm nimmt bei geringer Grundfläche die ganze Ladung auf. 👍

Lässt sich super zusammenklappen

Montag fahren wir nach Heiligendamm. Schauen uns den Strand an und gönnen uns ein leckeres Fischbrötchen. In Kühlungsborn flanieren wir bis zum Riesenrad.

Ein schöner alter Badeort mit entsprechender Architektur. Und wie immer an den Hotspots:

Zuviele Menschen, zuviele Dubbels. Wir machen uns vom Acker. Auf dem Rückweg kaufen wir noch etwas ein. Landschaftlich erinnert uns die Gegend an Südschweden.

Wie in der Provinz Skåne

Mit Omnia Deckel und Pizzastein wird der Grill zum Backofen.

Abends machen wir uns eine Pizza. Lecker. Die Salami musste eh weg. Und statt 15 Euro pro Person im Restaurant auszugeben, sind wir einschließlich Lieblingswein für 2 Euro/Person satt geworden.

Läuft 😃

Mittwoch: ganz Deutschland ächzt unter einer Hitzewelle. Hier sollen es heute 35 Grad werden.

Aber es ist schon erträglich hier. Hermann möchte nochmal ans Salzhaff.

Same Procedure as everywhere: einfach zu voll! Die kleine Halbinsel am Haff war früher militärisches Sperrgebiet. Heute Naturschutz und für die Öffentlichkeit immer noch gesperrt.

In Rerik versorgen wir uns mit frischen Erdbeeren und zurück geht’s auf den CP. Badesachen an. Aber nicht zum Schwimmen. Strand ist etwas eklig hier.

Abends nochmal den Grill anwerfen und danach abbauen. Unsere Nachbarn gucken erstaunt. Reist ihr ab?

Ja, aber die WetterApp hat auch heftigen Sturm angekündigt. Ab Mitternacht. Achselzucken.

„Allett ruisch hier, watt willste denn?!“

Über die Videoüberwachung + Handy gucken wir das Life-Gewitter zu Hause an. Gegen 19:30 ist dort Wolkenbruch. Also 4 Stunden bis zur Küste. Gewitter und Regen bleiben uns erspart. Aber: Sturm! Unsere Nachbarn fast alle nochmal zum Hämmern raus um 0:30 Uhr = Vorzelte sichern.

Die „Nur“Zelter keine Chance, wechgefegt. Diverse Vorzelte hat es gecrasht. Tja….

Stürmische Nacht überstanden

Donnerstagmorgen, wir ziehen weiter. Straßen ziemlich voll, aber wir haben ja Zeit. Noch sind wir tiefenentspannt.

Ändert sich sofort, als wir den Platz in Dierhagen erreichen. Schon an der Einfahrt: sehr!eng! Und die Dubbels tummeln sich auch an der Rezeption.

Nachdem Hermann Schlüssel, Duschkarte und Platzplan erhalten hat, versuchen wir unseren Platz zu finden. Alles sehr eng und vollgestellt. Nummerierung der Plätze quasi unsichtbar. Vor allem: scheint alles belegt zu sein. Hermann fährt bis zum Ende, um dann dort mit Wohnwagen hintendran zu wenden.

Natürlich kriegt er das hin, als Profi. Hin- und Her, Daumenbreit an anderen Campern/Pollern/Wasserhahn vorbei. Ulla schrammt zeitgleich mehrfach am Herzinfarkt vorbei.

Schließlich „unseren“ Platz gefunden: besetzt durch ein Monsterteil von Wohnmobil. (Wie hat der das Ding da rein bekommen?) Er: „Die haben mich heute morgen hierher umgeparkt. Wisst ihr, wie lange ich gebraucht hab, um den hier rein zu zirkeln? Ich geh hier nicht wieder weg.“

Hermann zur Rezeption. Die teilt ihm mit, die anderen stehen falsch. Es gibt noch eine Nr. 19. Er kommt zurück. Mitarbeiter mit Golfmobil hintendran. Der bestätigt uns, die Anderen stehen richtig. Wir sollen auf die andere 19.

Man könnte auch 19a, 19b vergeben 🤷

Hermann erklärt in einfacher Sprache, den Platz 10 Tage zuvor reserviert zu haben. Der andere ist kein Komfort und deshalb deutlich billiger. Gartenzwerg zuckt mit den Schultern. Klären Sie das mit der Rezeption. „Da komm ich doch gerade her.“

Gott sei Dank trägt Hermann Tshirt. Das Krachen seines Hemdkragens hätte den Platz geweckt. Zurück zur Rezeption. Mit Dame im Schlepptau wieder am Platz. Wir bekommen die 18. (Liegt eh viel besser)

Wohnmobil-Monster darf stehenbleiben, wir haben Komfortplatz. Puh…schwieriger Start hier. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt.

Wenn ihr Bilder von unserer Funkloch-Session sehen wollt, klickt ihr hier.

2025 – neues Jahr neues Reiseglück

Wir hoffen, Ihr seid alle gesund ins neue Jahr gekommen.

Eigentlich wollten wir bereits im Mai Richtung Westen starten und die Normandie nebst Bretagne besuchen.

Leider ist es uns nicht gelungen diverse Termine in einen Hut zu bekommen.

(Jaa, eigentlich heißt es „unter einen Hut“ – weiß ich doch 😉)

Die Bretagne wird auf uns warten müssen. Ganz spontan sind wir nun für ein paar Tage Richtung Osten gefahren.

Kleine Strandtour entlang der Ostseeküste. Können wir gleich mal ein paar Neuerungen ausprobieren, die wir unserem Wowi gegönnt haben.

Der hat den Winter gut überstanden und schart ungeduldig mit den Hufen. 😊

Erstes Camp ist Boltenhagen. Seebad seit 1830. Fischer und Bauern schliefen in ihren Wirtschaftsräumen, um Feriengästen ihre Wohnräume zu vermieten.

Heutzutage immer noch Touristen Hotspot.

Unser Campingplatz ist echt komfortabel. Trotz seiner Größe gut strukturiert. Wir fühlen uns sauwohl hier.

Unser erster Ausflug geht an die Steilküste. Naja – nicht zu vergleichen mit der auf Rügen. Der ehemalige Fischerort ist an einigen Stellen ganz niedlich. Überall zuviel Menschen.

Wir besuchen Schloss Bothmer. Eine beeindruckende Anlage.

1730 errichtet für Reichsgraf von Bothmer, später als Seniorenheim von der DDR genutzt und heute im Besitz des Landes Meck-Pomm.

Wir sind gerade am Tor angelangt, kippt ein Bus (oder auch 2) eine Ladung Touris aus. Da verschwinden wir lieber.

Auf dem Weg zum CP versorgen wir uns mit frischen Erdbeeren. Die genießen wir mit reichlich Vanilleeis.

Glück kann so einfach sein.

Am nächsten Morgen nach einem sehr chilligen Tagesbeginn machen wir eine Radtour am Vogelschutzgebiet „Tarnewitzer Huk“ vorbei zur Marina „Weiße Wiek“.

Dort bereiten sich einige Segler auf eine Regatta vor. Wir schauen dem Treiben einige Zeit zu.

Auf dem Rückweg versorgen wir uns mit ofenfrischem Räucherfisch.

Das war ein leckeres Abendessen 😍

Der Samstag beginnt mit einer kleinen Heldentat:

Das Wohnmobil gegenüber kann sein Bett und den Tisch nicht zurückfahren  – die Elektronik streikt, weil die Sicherung kaputt ist. Das Dresdner Ehepaar ist verzweifelt, weil sie so nicht fahren können.

Aber mein Hermann hat ja immer (fast) alles dabei.

Nachdem er ganz lässig die defekte Sicherung ausgewechselt hat, kann sich die Hausfrau gerade noch bremsen, ihm nicht um den Hals zu fallen. 🤭

Schon am Vormittag ist es eine Gluthitze. Die neue Fenstermarkise ist super. Die Sonne bleibt draußen- und wir können das Fenster trotzdem auf Kipp stellen. Das sorgt für Durchzug.

Am Vorzelt Sonnensegel angebracht und schon haben wir ohne Klimaanlage erträgliche Temperatur im Wowi. 👍

Sonntag wechseln wir pünktlich um 11:00 Uhr den Platz. Nun stehen wir in Ostseecamping Beckerwitz. Der Platz ist uns bis Freitag sicher.

Hier weht eine stramme Brise. Das es noch heftiger kommt ahnen wir hier noch nicht.

Nebenan stehen Andreas und Angela aus Elmshorn. Sie haben ihren Hund Pietje dabei. Nachmittags bringen sie uns ein riesiges Stück Melone vorbei. Andreas hatte günstig eine Monstermelone erworben. Zuviel für Zwei.

Ulla macht mit dem Smoothie Maker einen leckeren Melonen-Mojito für alle daraus😋.

Unsere Minze ist ja genau wie letztes Jahr auch mit dabei.

Abends ist Unwetter angekündigt. Dankenswerterweise gibbet nur Regen und ein paar Blitzchen.

Am nächsten Morgen weckt uns ein kräftiges HALALI aus dem Lautsprecher.

Damit wird der Verkauf von Wildbret angekündigt. Ihr ahnt es: Wildschwein- Bratwurst und so.

Wenn eine der beiden Duschen frei wird, geht’s erst zum Duschen und dann nach Wismar. Wir müssen einkaufen.

Bilder dieser Woche findet ihr hier:

Dänischer Sommer

Da uns die Wetter App stabiles Wetter verspricht, ziehen wir die Option und bleiben bis Mittwoch in Sølager. Einfach mal chillen, das schöne Wetter und den Strand genießen, aber vor allem diese unglaubliche RUHE.

Ein Dompfaff besucht uns mehrmals am Tag. Irgendwann gelingt es mir, ein Foto zu machen. Wir fahren zum kleinen Hafen und genießen das Feeling dort. KITE-Surfer sind unterwegs, ein paar Kids toben unbeschwert am Steg. Fangen Krabben und Mini-Fische mit dem Kescher.

Hermann versucht sein Angelglück. Aber gut, dass wir Grillsachen eingekauft haben. Ich strapazier meine Liege und lese einen Schwedenkrimi, den ich mir noch geladen habe.

Alles ist tiefenentspannt 🙂 Mittwoch nach dem Frühstück packen wir alles zusammen. Die Fähre ist direkt ums Eck. Fährt alle 30 Minuten. Gegen Mittag überqueren wir den Storebelt mit Hilfe der gleichnamigen Brücke. Bei Odense machen wir eine kurze Pause und fahren dann weiter bis zur Insel Langeland. Dort haben wir bis Freitag einen Komfort Platz auf Emmerbølle Camping gebucht. Der Platz hat einen Pool und direkten Zugang zum Strand.

Wir wollten den unbedingt ausprobieren, weil ein Arbeitskollege von Hermann total begeistert ist und sich hier sehr wohl fühlt. Genau dieser Kollege lässt uns durch einen Verwandten abends 2 kühle Bier vorbei bringen – die Überraschung des Abends! Dankeschön nochmal❣️

Donnerstag ist nochmal super Wetter angesagt. Den Tag verbringen wir mit chillen.

Freitag: wir machen uns auf den Heimweg.

Nach 11.000 km in 83 Tagen kommen wir wieder zu Hause an. 10mal haben wir autark gestanden, insgesamt 31 Campingplätze genutzt.

Eine wunderbare Reise ist zu Ende. Unsere Erwartungen an die Landschaften wurden voll erfüllt, die ans Wetter nur  teilweise. Aber irgendwas ist ja immer 😇 Unser Equipment hat sich voll bewährt. Hermanns Erfahrungen als Reiseprofi waren nicht mit Gold aufzuwiegen.

Hat es sich gelohnt? JA!

Danke allen, die interessiert unseren Reiseblog verfolgt haben. Die letzten Bilder dieser Tour könnt ihr euch hier anschauen.

Bis bald 👋👋👋

Heidekraut und Heidelbeeren

Sonntag fahren wir gen Göteborg. Hermann hat eine Anfrage bei einem sehr kleinen CP gestartet, der direkt am Holsjön liegt. Der kleine Ort heißt Holsljunga. Die positive Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

So ein Natur-Campingplatz ist mehr unser Ding. Allerdings könnten wir eine deutsche Kolonie gründen: SK/CE/WL/OL/KR sind hier außer uns vertreten.

Die Krefelder stehen hier mit einem MAN Mega Angeber Geschoss. Das Teil kostet neu ab 400.000 Euro. Mit eingebautem Bad braucht er die schwedischen Sammel-Duschvorhang Kabinen nicht nutzen. Aber: da es auch für ihn keinen direkten Wasseranschluss gibt, verbringt er den größten Teil des Tages mit Wasserschleppen😇 iwas ist immer. Die Show stiehlt ihm dann etwas später diese auseinander ziehbare Wohndose. Das neueste auf dem Markt derzeit. Zu bekommen ab 30.000 €.

Wir bauen unser „mini‘ Equipment auf einschließlich der Kajaks und werfen anschließend den Grill für unsere Steaks an. Zufriedenheit pur.🥰

Montag: Wetter trocken, erstmal Frühstück. Der Duft unseres handgemachten Kaffees scheint den Platz zu wecken😊 während sich die eine Hälfte abreisefertig macht, ziehen wir Badesachen an. Als wir mit den Kajaks loswollen, setzt der Regen ein. Hört auch nicht wieder auf bis zum Abend. Also Lese-und Dödeltag. Eine Freundin schickt Urlaubsfoto aus Schottland: very shice weather. Aber da geht man in eine Whisky Destillerie und schon sieht die Welt ganz rosig aus 🥃☺️

Dienstag: nach dem Frühstück  geht’s direkt zum See: endlich perfektes Kajak-Wetter🥰 2 Stunden fahren wir die Ufer entlang, ärgern Möwen, die sich auf Felsen sonnen, scheuchen Wildgänse auf und hören ein Kranichpärchen im Wald schreien. Sooo schön! Wir sind versöhnt mit dem blöden Wetter der letzten Tage. Auf dem Rückweg durch den Wald können wir Heidelbeeren naschen. Genauso stellt man sich Schwedenurlaub vor 😊🧡

Mittwoch: es ist warm, noch scheint die Sonne. Wir frühstücken draußen. Gestern Nachmittag hat sich mein Waffeleisen verabschiedet. Die Huckelpisten der letzten Wochen haben einige Schrauben losgerüttelt, die sich nicht mehr festziehen lassen. Zum Abschied noch ’ne Runde Zimtwaffeln backen ging aber noch. Eine Gruppe junger Schwedischer Familien ist gestern Abend angekommen. Haben hier eine Wagenburg gebaut und den ersten Abend ihres Urlaubs gefeiert.🤪 Zeit, dass wir weiterziehen.

Sämtliche CP auf dem Weg nach Helsingborg sind bis zur Naht voll. Um 16:00  buchen wir uns auf dem First Camp Platz in Helsingborg ein. First Camp ist eine Kette, die wir schon auf Öland genutzt haben. Dort waren wir allein auf dem Platz, hier quetschen wir uns dazwischen.

Der Platz hat einen Pool, liegt direkt hinter den Dünen. Die Serviceanlagen sind okay. Das wars dann auch schon an positivem. Es ist der teuerste Platz ever: 87,00 Euro für eine Nacht. Dafür müsste der Pool mindestens mit Champagner gefüllt sein. Aber bei der Menge an Kiddies, die da rein..äh..hopsen..lieber nicht verschlucken. 😝 Ist ja nur für 1 Nacht. Und die wird kurz: ab 18:00 Halligalli für die Kids, ab 20:00 machen die Eltern alleine weiter. Zum Glück halten sich fast alle an die Platzruhe ab 23:00.

Donnerstag: gerädert machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Fähre nach Helsingör. Vorher wird der Kuga noch vollgetankt. Dänemark hat norwegische Spritpreise. Die Überfahrt dauert ca. 30 Minuten. Auf dänischer Seite gibt es einen Lidl. Und der darf sogar Alkohol verkaufen 🤩 wir nehmen 1 Flasche Barcadi mit (Mojito trinken) und 1 Tetrapack Rotwein. Schließlich haben wir unseren letzten in Norwegen getrunken. Dann suchen wir einen CP. Und finden den Sølager Strandcamping direkt am Roskilde Fjord. Ole und Jette betreiben diesen süßen kleinen Campingplatz. Wir dürfen uns aussuchen, wo wir stehen möchten. Wir nehmen einen mit Büschen, Bäumen und Blumen an den Seiten.

Freitag: super geschlafen, himmlische Ruhe hier. Und der Rotwein gestern war auch lecker 😊 Wetter: trocken Hermann stellt fest, dass wir gestern auf dem Weg hierher die 10.000 km Marke geknackt haben 😊💪wir sind angesichts der Wolken mutig und satteln die Räder. In Hundested gibt’s einen Sandskulpturen Event. Die wollen wir uns ansehen. Und anschließend zum Rasmussen Haus weiterfahren. Wir sind grad am Hafen angekommen, da öffnet der Himmel seine Schleusen. 🌨 Na toll. Wir ziehen die Regenjacken an, kaufen uns leckeres dänisches Eis in einem Café. Nach 1 halben Stunde schüttet es immer noch. Keine Ahnung, wie Sandskulpturen nach einem Regenguss aussehen. Wir haben keine Lust mehr und fahren zurück. Pitschnass krabbeln wir in den Wowi. Jetzt erstmal einen Kaffee. Und ins Bett. Der Regen wird nicht mehr aufhören heute Abend.

Samstag: wir haben vergessen, die Dachluke zu zuziehen. Die Sonne küßt uns wach. Wir frühstücken draußen. Mit Speck und Eiern, frischem Toast und duftenden Kaffee. Alle, die zu den Sanis oder der Rezeption wollen, müssen an uns vorbei. Und wirklich jeder möchte sich bei uns einladen.😋

Ein lieber Gruß von unseren Kindern erreicht uns. Sie wollen wissen, ob wir noch in Dänemark sind. Jo, wenn das Wetter hält, werden wir die Ruhe hier ein paar Tage genießen.

Wir vollenden die Radtour von gestern mit dem Auto. Der Besuch beim Knud Rasmussen Haus steht noch aus. Der berühmte Grönlandforscher hat sich hier erholt und seine nächsten Expeditionen vorbereitet.

Ein paar Fotos von Schweden nach Dänemark könnt ihr euch hier ansehen.

Langsam endet diese Reise

Der Askeviks CP hat uns gut gefallen. Sehr nett, das Wetter schien auch besser zu werden. Wir beschlossen 5 Tage zu bleiben. In der Hoffnung vielleicht zum Kajak fahren zu kommen.

Am Freitag fahren wir nach Mariestad. Wir müssen einkaufen und schauen uns vorher die Stadt an. Auf dem Weg dorthin stellen wir fest, dass genau hier der Göta-Kanal beginnt. Das war uns nicht bewusst.

In Mariestad gibt es eine schöne Kathedrale. Leider kann man sie nicht betreten außerhalb der Gottesdienste. Dafür hat der Lidl auf. Juhu, endlich mal wieder günstig einkaufen. Nachmittags kommen andere Camper an. Wir lernen ein sehr nettes älteres Ehepaar aus Göteborg kennen. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Wir sind auf einer Wellenlänge. Als die beiden Sonntag wieder abreisen, bekommt Hermann ihre Telefonnummer. Weil wir anschließend nach Göteborg wollen. Und einen Tipp für einen CP dort.

Das Wetter hält sich genau bis Sonntag. Am Montag geht ein Platzregen nieder, der den Platz in eine Matschwiese verwandelt. Als wir Mittwoch weiterfahren, ist Göteborg nicht mehr aktuell. Die Regenfront reicht bis dahin. Wir fahren zum Vätternsee. In Hjo ist noch genau 1 Platz frei, den Hermann online reserviert. Wir fahren im Regen, kommen im Regen an. Jetzt ist es wieder ein Vorteil, automatische Stützen zu haben. Ruckizucki ist der Wowi aufgestellt. Die Plätze sind zum Teil mit Rasen, zum Teil mit Schotter. Dadurch können wir wenigstens nicht komplett absaufen. Nachdem der Wowi steht, trinken wir noch 1 Kaffee und dann machen wir erstmal ein Schläfchen. Der CP ist riesig. Für uns ungewohnt wenn der Nachbar nur den Sicherheitsabstand einhält. Wir fühlen uns quasi „umzingelt“ von Wohnwagen. Und du hörst wirklich sämtliche Geräusche deines Nachbarn und deines Hintermannes. 😐

Wenigstens bekommen wir Satellitenempfang. TV kann ablenken. Meine 3 Bücher hab ich ja schon in den hellen Nächten durchgelesen. Donnerstag kommt doch tatsächlich die Sonne durch. Wir bauen unsere Klappräder auf und machen eine kleine Radtour.

Erst an den See, dann am Ufer entlang in den kleinen Stadtpark. An einem schönen alten Café gönnen wir uns handmade Eis.

Gleich um die Ecke gibt’s einen Biergarten. Die Mädels der Bedienung stecken in Dirndl. 😄 Mit so a echten bajuwarischen Madl können die aber nicht mithalten…zuwenig Holz …ihr wisst schon😉 wir finden das Strandbad im Hafen. Da hätten wir Lust drauf, wenn das Wetter sich bis Freitag hält. Als Hermann wissen will, wie hoch der Eintritt ist, Überraschung: kostenlos für Alle!

Der Freitagmorgen beginnt extrem windig, aber die Sonne scheint. Wir packen unsere Badesachen in den Rucksack und fahren ins Strandbad. Da ich Angst um unsere Räder habe nehmen wir den Kuga. Jetzt müssen wir erstmal einen Parkplatz finden. Für den Profi hinterm Lenkrad kein Problem. Ab ins Wasser. Herrlich, mal wieder ein paar Bahnen ziehen. Als wir uns zum Trocknen in die Sonne legen, wird’s richtig voll – und kreischig laut.

Wir ziehen um zum kleinen Strand. Erst lockt es uns im See zu baden. Als ein Opa, mit seinem Enkel auf dem Arm, von Algen behangen wie Neptun dem Meer entsteigt, mögen wir doch nicht. Wir fahren zurück zum Platz. Ich koch uns was Schönes.

Samstag ist nochmal richtig schönes Wetter. Wir frühstücken draußen und überlegen, was wir mit dem Tag machen. Zum Kajak einsetzen ist das Ufer am CP zu hoch. Die schweren Kajaks bis zum Strandbad schleppen, sind wir schon tot bevor wir losfahren. Morgen fahren wir weiter. Richtung Jonköping und dann?? Hermann findet einen kleinen Campingplatz an einem See. Bewertungen sind gut, ist nicht weit weg von Göteborg. Eine Anfrage ist gestartet. Mal sehen. Ein paar Fotos mit dem Handy haben wir gemacht. Sonst war nichts festzuhalten außer Regentropfen am Vättern- und  Vänernsee