Eigentlich sind wir schon längst wieder zu Hause. Aber wir sind bisher nicht dazu gekommen, von unserer kleinen Reise ins Elbsandsteingebirge zu berichten.
Am 6. Oktober sind wir gestartet. Mit Verspätung, weil der Kuga zickig war und nicht anspringen wollte. Gegen einen ehemaligen Berufskraftfahrer hat der natürlich keine Chance.
Die WetterApp machte uns Hoffnung auf zumindest trockene Tage. Die Hoffnung stirbt ja immer zuletzt – aber sie stirbt 😐
Irgendwann gegen Mittag hatten wir den alten Grenzübergang in Marienborn erreicht. Sowas weckt dann schon gruselige Erinnerungen.

Am späten Nachmittag erreichten wir dann unseren CP in Pirna.

Nachdem sehr freundlichen Checkin sind wir erstmal gemütlich auf unseren Platz gezuckelt und haben NIX gemacht, außer den Abend zu genießen.
In der Nacht setzte Regen ein. Zwischenzeitlich dachte ich, wir sind in Norwegen 😉
Am nächsten Tag haben wir in aller Ruhe unsere kleinen Winterzelte aufgebaut, welche wir bis dato noch nie ausprobiert hatten.


Mittwoch haben wir uns Pirna angesehen und dort den weltbesten Eierschegge gegessen. In einem gemütlichen alten Café mit historischer Deckenmalerei.

Am nächsten Tag haben wir das Schloss Pillnitz besichtigt. Dies ist vor allem wegen seinem berühmten Schlosspark bekannt. Dort hat der Fürscht seine botanische Sammelleidenschaft ausgelebt.

Während unseres Spaziergangs hatten wir Glück: solange blieb es trocken. Anschließend hat der beste Ähämann der Welt mir noch eine kleine Stadtrundfahrt durch den Dresdener Stadtteil Blasewitz gegönnt. Das ist der, wo die teuren Elbvillen stehen.

Freitag morgen sind wir mit den Öffis nach Dresden gefahren. Das ist von unserem CP aus sehr komfortabel eingerichtet.
Beim Checkin gibt es direkt für jeden eine sogenannte Gästekarte, mit der sich die Öffis weitgehend kostenlos nutzen lassen. Bushaltestelle ist quasi direkt vorm CP.

Der bekommt von uns übrigens eine klare Empfehlung. Sehr sauber und gepflegt, großzügigige Stellplätze. Geschotterte Wege, sodass man trotz Dauerregen nicht im Matsch versinkt. Ruhige Lage direkt an einem See.
Strompauschale wird erhoben, aber sonst ist alles inklusive.
Hunde erlaubt, aber Leinenpflicht. Baden im See ist den Vierbeinern verboten.
Freitag also Dresden. Das mit den Öffis ist im nasskalten Herbst keine gute Idee: Viren/Bakterien Zuchtanstalt

Ansonsten: diese alte Metropole ist wunderschön. Es gibt so vieles, was man nur ehrfürchtig bewundern kann. Und mit den zerstörten Bildern aus dem Krieg im Kopf kann man gar nicht fassen, wie schön alles wieder aufgebaut wurde.

Außerdem habe ich gelernt: Dresden ist die Schokoladen Hauptstadt Europas gewesen. Hier wurde die erste Tafel erfunden und nicht in der Schweiz. Um seine Hofdamen zu verwöhnen sorgte August der Starke dafür, dass es in der ganzen Stadt Cafés gab, in denen die Damen edlen Geblüts ihre Trinkschokolade schlürfen konnten.
Diese Tradition gibt es auch heute noch. Auch in moderner Form: nämlich als Schokoeis.
Und: sie macht süchtig!😋😍

Nachdem wir Freitag Abend wieder zurück im Wowi waren, war klar: Ulla hatte sich eine umfassende Erkältung eingefangen. Samstag war also Bettruhe mit TV angesagt.

Sonntag ging es einigermaßen, weshalb wir uns dann Meißen und sein berühmtes Porzellan angeschaut haben. Gott sei Dank haben wir eine Haftpflichtversicherung.
Bei den Preisen, die ein einfacher Kaffeebecher kostet, bist du sonst bettelarm wenn du mal stolperst.

Nach dem Besuch im Porzellanmuseum sind wir noch oben in der Altstadt gewesen. Dort in der Albrechts Burg war die erste Porzellanmanufaktur eingerichtet.

Montag hatten wir dann endlich den versprochenen Sonnentag.
Also sind wir rauf gefahren zur Bastei. Ein Aussichtspunkt im Elbsandsteingebirge.

Da auch 1000 andere Touristen auf diese Idee kamen, sind wir schnell wieder weg. Das Wetter wollten wir nutzen, um uns Dresden weiter anzusehen.
Zuerst waren wir im schönsten Milchladen der Welt: Pfunds Molkerei.

Dort schwelgten wir bei leckerem Buttermilch- Mango Smoothie und konnten uns nicht satt sehen an den alten handbemalten Fliesen.
Nachdem wir uns mit Schoki und handgeschöpfter Milchseife versorgt hatten, wollten wir uns noch die sprichwörtliche Straßen Art in der Neustadt ansehen.
Auf dem Weg hat mein privater Reiseleiter dann gezielt die Brücke angesteuert, von der aus man das bekannte Dresden Panorama fotografieren kann.

Anschließend hat er mich in ein schnuckeliges Restaurant eingeladen, dass sich seit Jahren gegen die umgrenzenden Hochhäuser verteidigt.

In dieser kleinen Oase mitten in der Stadt gab es eine Schweinshaxe vom Feinsten. Die war sooo lecker und groß, dass wir zwei uns von dem eingepacktem „Rest“ noch zweimal lecker Frühstück davon machen konnten.
Am Mittwoch sind wir dann wieder nach Hause. Weder beim Wetter noch bei Ulla war Aussicht auf weitere Besserung.

Aber eines ist klar: dieses war nicht unser letzter Besuch hier. Das wird auf jeden Fall wiederholt.
Unsere Wowi Saison ist für dieses Jahr beendet.
Bleibt gesund und munter. Habt einen schönen Jahresausklang. Vielleicht sehen wir uns bald mal wieder 🥰👋👋👋
Unsere Eindrücke lassen sich fotografisch hier nachvollziehen: Elbflorenz















































































































































































































































